Der Veazy ist der kleinste und günstigste tragbare Vaporizer von Storz & Bickel. Er kostet etwa halb so viel wie der Venty 9,1.
Die Hybridheizung von S&B ist trotzdem an Bord, verpackt in ein 134 g leichtes Gehäuse, das ohne Weiteres in die vordere Hosentasche passt.
Wir haben den Veazy über mehrere Wochen im täglichen Einsatz getestet. Die Dampfqualität entspricht dem S&B-Standard: fluffige Wolken mit gleichmäßiger Extraktion, an denen Einsteiger wie Fortgeschrittene ihre Freude haben.
Das kleinere Gehäuse bringt Kompromisse bei Akkulaufzeit und Luftstrom mit sich. Für Vielnutzer wird der Veazy dadurch weniger attraktiv.
Wenn du bereits einen höherwertigen tragbaren S&B-Vaporizer besitzt, gibt es wenig Grund, dir den Veazy noch dazuzuholen. Kaufst du deinen ersten Vaporizer von S&B oder brauchst du einen festen Begleiter für die Hosentasche, überzeugt er da, wo es zählt.
Was im Lieferumfang steckt
Der Veazy kommt mit dem Nötigsten und ohne Extras:
- Vaporizer Veazy
- 1 Dosierkapsel
- USB-C-auf-USB-C-Ladekabel (kein Netzteil enthalten)
- Rührwerkzeug
- 3 Standard-Siebe für die Heizkammer
- 3 grobe Siebe für die Kühleinheit
- 2 Ersatz-O-Ringe
- Reinigungsbürste
Wir haben unser schwarzes Test-Set flach ausgelegt, damit jedes Zubehörteil gut erkennbar ist: Siebe, die einzelne Dosierkapsel, Kabel, Bürste und Anleitung. Es ist alles da.

Zum Laden brauchst du dein eigenes USB-C-Netzteil oder einen Laptop. Wenn du Dosierkapseln regelmäßig nutzt, hast du mit dem S&B Capsule Caddy vier Stück am Schlüsselbund dabei.
S&B-Verarbeitungsqualität in einem 134 g leichten Gehäuse für die Hosentasche
Der Veazy misst 134 mm in der Höhe, 37 mm in der Breite und 35 mm in der Tiefe. Damit ist er der kleinste tragbare Vaporizer, den Storz & Bickel je gebaut hat.
Das Gehäuse besteht aus PEEK (Polyetheretherketon), demselben thermoplastischen Kunststoff in Medizinqualität, den S&B in seinem gesamten tragbaren Sortiment verwendet. Die Heizkammer hat eine Keramikbeschichtung für gleichmäßige Wärmeverteilung und leichtere Reinigung.
Vier Farbvarianten lösen sich vom traditionell komplett schwarzen Look von S&B: Schwarz, Blau, Orange und Pink. Alle Varianten haben einen orangen Akzent am Power-Knopf und am USB-C-Anschluss.
Beim matten Pastell-Finish gehen die Meinungen auseinander: Manche Nutzer mögen den eigenständigen Charakter, andere fühlen sich an Spielzeugplastik erinnert.

Unser blaues Testexemplar steht hier fertig zusammengebaut, mit ausgeklapptem Mundstück und bereit für den Zug. Eingeklappt liegt das Mundstück bündig an der Kühleinheit an. So bleibt die Form schlank, und der Veazy passt problemlos in die Hosentasche.
Der Veazy kommt komplett ohne Glas aus. Dadurch übersteht er Stürze besser als tragbare Vaporizer mit Dampfweg oder Mundstück aus Glas.
Die Hybridheizung liefert fluffigen Dampf - mit einem Haken
Der Veazy nutzt das patentierte Hybridsystem von Storz & Bickel. Die beheizten Wände der Heizkammer sorgen für Konduktion. Dazu kommt Konvektion: Beim Zug wird überhitzte Luft durch die Kammer gesaugt.
Der Veazy heizt mit einem Element aus Edelstahlgewebe, während das tragbare Flaggschiff von S&B ein massives Metallelement nutzt. Das Gewebe hält die Produktionskosten niedrig, kann die Reinheit des Geschmacks aber in Nuancen beeinträchtigen.
Bei unserem blauen Testexemplar ist die Kühleinheit abgedreht. So siehst du die keramikbeschichtete Heizkammer und das Edelstahlgewebe des Heizelements aus der Nähe.

Die Aufheizzeit bis zu den standardmäßigen 180°C beträgt rund 40 Sekunden. Für einen tragbaren Vaporizer dieser Preisklasse ist das ein durchschnittlicher Wert.
Der Veazy arbeitet als Session-Vaporizer: Er ist auf durchgehende Nutzung über mehrere Minuten ausgelegt, nicht auf schnelle Einzelzüge.
Drei Temperaturstufen decken das ganze Spektrum ab
Ab Werk bietet der Veazy drei Temperaturen über einen einzigen Knopf: 180°C (356°F) als Standard, 195°C (383°F) beim ersten Boost und 210°C (410°F) beim Super-Boost. Mit einem Doppelklick auf den Power-Knopf schaltest du die Stufen durch.
Bei 180°C ist der Dampf leicht und zart, mit dem intensivsten Terpen-Aroma. Bei 195°C werden die Wolken dichter und der Geschmack erdiger. Bei 210°C tritt das Aroma hinter eine leicht röstige Note zurück, während die Dampfmenge ihr Maximum erreicht.
Unser Temperatur-Guide für Vaporizer erklärt, wie die einzelnen Temperaturen die Freisetzung von Cannabinoiden und Terpenen beeinflussen.
Der Luftstrom ist der größte Kompromiss
Der Zugwiderstand ist die meistdiskutierte Schwäche des Veazy. Der Luftstrom durch die kleinere Kühleinheit liegt bei rund 10 L/min, etwa halb so viel wie bei den größeren tragbaren Vaporizern von S&B. Du musst langsamer und bewusster inhalieren, um zufriedenstellende Züge zu bekommen.
Wir haben die Kühleinheit des blauen Exemplars komplett zerlegt und die Teile der Reihe nach ausgelegt: PEEK-Gehäuse, Sieb, Dichtung und Rührwerkzeug. So siehst du, woher diese Einschränkung kommt. Der Dampf muss durch all das hindurch, auf einem deutlich kürzeren Weg als bei den größeren tragbaren Modellen von S&B.

Der höhere Zugwiderstand ist für die meisten Nutzer nicht unangenehm. Wer Vaporizer mit freierem Luftstrom gewohnt ist, merkt den Unterschied aber sofort. Die Kühleinheit filtert weiterhin gut, wird wegen des kürzeren Dampfwegs aber etwas wärmer.
Der Akku hält 7-8 Sessions mit einer Ladung
Der Veazy läuft mit einem nicht austauschbaren Lithium-Ionen-Akku. Wir kamen im Schnitt auf 7-8 Sessions pro Ladung bei 195°C. Bei voller Leistung waren es etwa 6. Das entspricht ungefähr 40-45 Minuten aktiver Dampfzeit.
Das Laden dauert etwa 75-90 Minuten über USB-C. Der Anschluss sitzt seitlich, deshalb kann der Veazy beim Laden aufrecht stehen.
Auf unseren Fotos steht das pinke Modell genau so da, mit blau leuchtender Lade-LED. Das ist eine kleine, aber willkommene Verbesserung gegenüber Designs mit Anschluss an der Unterseite.

Wenn du wenig dampfst und auf 2-3 Sessions täglich kommst, ist der Akku kein Thema. Vielnutzer mit 5 oder mehr Sessions sollten ein Kabel in der Nähe haben. Bei Kälte entlädt sich der Akku deutlich schneller. Plane das ein, wenn du den Veazy im Winter draußen nutzt.
Ein Knopf regelt alles
Das Befüllen läuft wie bei S&B üblich: Drehe die Kühleinheit ab und fülle etwa 0,25 g mittelfein gemahlenes Cannabis in die keramikbeschichtete Heizkammer. Setze die Kühleinheit anschließend mit einer Vierteldrehung wieder auf, bis sie einrastet.
Dosierkapseln passen in jeden tragbaren S&B-Vaporizer. Du kannst sie also vorbefüllen und unterwegs saubere Sessions genießen.
Die Bedienung ist denkbar einfach. Drücke den Knopf einmal, um den Vaporizer einzuschalten. Die LED leuchtet grün, sobald die Heizkammer die Temperatur erreicht hat. Unser Fotograf hat genau diesen Moment festgehalten: Auf dem Foto wird der blaue Veazy mitten in der Session vor klarem Himmel hochgehalten.
Ein Doppelklick aktiviert den Boost. Mit einem weiteren Druck schaltest du den Vaporizer aus. Wenn du zum ersten Mal dampfst, hilft dir unser Einsteiger-Guide zur Nutzung eines Vaporizers beim reibungslosen Start.

Die Heizkammer ist in Sekunden sauber: Bürste sie nach jeder Session aus, damit sich keine Rückstände ansammeln.
Bei der Kühleinheit sieht es anders aus. Du zerlegst sie in mehrere kleine Teile aus PEEK und Edelstahl. Danach folgen ein Bad in Isopropylalkohol, Abspülen, Trocknen und der Zusammenbau. Rechne mit etwa 10 Minuten. Unser Schritt-für-Schritt-Guide zur Vaporizer-Reinigung zeigt den gesamten Ablauf.
Die Web-App schaltet die volle Temperaturkontrolle frei
Der Veazy verbindet sich per Bluetooth mit der Web-App von Storz & Bickel. Damit kannst du ihn präzise anpassen: Für alle drei Modi stellst du exakte Temperaturen in Schritten von 1°C ein, schaltest das haptische Feedback ein oder aus und passt die LED-Helligkeit an.
Außerdem kannst du den permanenten Boost aktivieren. Er verhindert den automatischen Temperaturabfall nach 90 Sekunden Inaktivität. Wir haben unser pinkes Exemplar auf einem dunklen Tisch gekoppelt. Die App zeigte 180°C an, der Boost war aktiv.

Die App setzt einen Browser mit Bluetooth-Unterstützung voraus. Am Computer klappt das mit Chrome. Unter iOS brauchst du einen Drittanbieter-Browser wie Bluefy, da Safari kein Web Bluetooth unterstützt. Ist der Veazy einmal gekoppelt, bleibt die Verbindung stabil und reagiert schnell.
Ein Ärgernis: Du kannst den Akkustand nur prüfen, indem du den Veazy per USB-C an den Strom anschließt und drei verschiedene LED-Blinkmuster deutest. Eine einfachere Akkuanzeige würde die Bedienung im Alltag erleichtern.
Der Veazy im Vergleich mit ähnlichen tragbaren Vaporizern
Wir haben unseren orangen Veazy zwischen seine beiden häufigsten Vergleichskandidaten gestellt: den PAX mit leuchtendem Logo und den Venty mit Display auf 180°C. So lässt sich der Größenunterschied leicht beurteilen.

Veazy vs Venty
Der Venty ist der naheliegende Vergleich. Beide nutzen die Hybridheizung von S&B und haben gleich große Heizkammern. Dosierkapseln passen in beide Vaporizer. Nebeneinandergestellt wirkt unser blauer Veazy fast klein neben dem schwarzen Venty, dessen Display 180°C anzeigt.

Bei der Leistung liegt der Venty durchweg vorn: verstellbarer Luftstrom bis 20 L/min gegenüber festen rund 10 L/min beim Veazy, 11 Sessions pro Ladung gegenüber 7-8 und eine Aufheizzeit von 20 Sekunden gegenüber rund 40. Mit Display und Tasten am Vaporizer selbst stellst du die Temperatur außerdem ganz ohne App ein.
Der Veazy punktet bei Größe und Gewicht (134 g gegenüber 252 g) und beim Preis (etwa die Hälfte). Steht für dich die Dampfleistung an erster Stelle, ist der Venty der bessere Vaporizer. Wenn Mobilität und Budget mehr zählen, liefert der Veazy rund 90% der Dampfqualität in einem wirklich taschentauglichen Format.
Veazy vs Crafty+
Der Crafty+ 7,4 ist dem Veazy im eigenen Sortiment von S&B am ähnlichsten. Beide sind tragbare Ein-Knopf-Vaporizer mit identischer Heizkammergröße und ähnlichem Dampfcharakter. Für die volle Steuerung sind beide auf die App angewiesen. Der Größenunterschied in unserer Vergleichsgrafik fällt kleiner aus, als die Datenblätter vermuten lassen.

Der Veazy liegt knapp vorn: 7-8 Sessions pro Ladung (gegenüber 5 beim Crafty+), eine schlankere Form, die leichter in die Hosentasche passt, und ein niedrigerer Preis. Die Dampfqualität ist bei beiden kaum zu unterscheiden. Wir von VapeExperts sehen den Veazy als faktischen Ersatz für den Crafty+ im S&B-Sortiment (Stand Mai 2026).
Veazy vs POTV Lobo
Der POTV Lobo 8,2 geht einen anderen Weg und kostet weniger. Seine Hybridheizung setzt überwiegend auf Konvektion, und der Dampfweg besteht komplett aus Glas. Das Ergebnis ist ein sauberes, terpenbetontes Aroma, das mit doppelt so teuren tragbaren Vaporizern mithält.
Der Lobo bietet 10 Sessions mit einem austauschbaren 18650-Akku und ein Sortiment an passendem Glaszubehör mit Bubblern und Wasserpfeifen-Adaptern. Insgesamt bekommst du mehr fürs Geld.
Der Veazy hält mit der bewährt zuverlässigen Verarbeitung von S&B dagegen. Seine Hybridheizung verzeiht weniger sorgfältiges Grinden und Befüllen, und es gibt keine Glasteile, die brechen können.
Bei der reinen Dampfqualität fürs Geld ist der Lobo schwer zu schlagen. Der Veazy rechtfertigt seinen höheren Preis durch die ausgereiftere, pflegeleichtere Nutzung und die bewährte Ingenieursarbeit von S&B.
Für wen sich der Veazy eignet
Wer seinen ersten Vaporizer kauft, bekommt bewährte Technik, die kaum Einarbeitung verlangt. Die Hybridheizung von S&B und die Ein-Knopf-Bedienung machen den Veazy zu einem starken Einstieg, der die Messlatte für künftige Käufe hoch legt.
Wer täglich nur 2-4 Sessions dampft und das Taschenformat höher gewichtet als eine Marathon-Akkulaufzeit, ist hier ebenfalls richtig. Der Veazy passt in die vordere Hosentasche, ohne so wuchtig aufzutragen wie der Mighty+ 8,7.
Nutzer im S&B-Ökosystem finden hier einen praktischen Begleiter zum Mitnehmen, neben einem Tisch-Vaporizer oder einem größeren tragbaren Modell. Der Veazy besetzt im Taschenformat eine Nische, die kein anderes Modell im S&B-Sortiment so gut ausfüllt.
Unser oranges Exemplar verschwindet in einer dunklen Hosentasche und lässt noch reichlich Platz. Beim Einstecken halten wir es an den Kühlrippen zwischen zwei Fingern.

Das VapeExperts-Fazit zum Veazy
Der Veazy bringt die bewährte Hybrid-Dampfqualität von Storz & Bickel in ein wirklich taschentaugliches Format, und das zum niedrigsten Preis aller tragbaren Modelle der Marke.
Er sichert sich als solide Mittelklasse-Option einen festen Platz in unserem Ranking der besten tragbaren Vaporizer. Wegen des eingeschränkten Luftstroms und der durchschnittlichen Akkulaufzeit reicht er aber nicht an die Spitzenmodelle heran.
Als erster tragbarer S&B-Vaporizer oder als echter Begleiter für die Hosentasche macht er seinen Job gut. Zum Abschluss unseres Tests stand das orange Exemplar zur goldenen Stunde auf einer Hafenmauer - genau für solche Orte ist dieser Vaporizer gebaut.









