Der Vestratto Anvil packt Extraktion auf Tisch-Vaporizer-Niveau in eine 65 g leichte Titanröhre, die komplett in deine Faust passt.
Dieser butanbetriebene On-Demand-Vaporizer nutzt einen patentierten CopperCore-Wärmespeicher, der Wärme aufnimmt, speichert und bei jedem Zug wieder verteilt.
So entsteht dichter, kräftiger Dampf, wie du ihn sonst meist nur von netzbetriebenen Vaporizern kennst.
Vestratto hat den Anvil in Nordamerika entwickelt und fertigt ihn auch dort. Das Unternehmen bringt Erfahrung aus der Medizintechnik mit.
Der DynaVap M7 setzt auf schnelles Aufheizen und Mobilität. Der Anvil verzichtet auf einen Teil dieses Tempos, bietet dafür aber deutlich mehr thermische Masse und Dampfleistung.
Das Ergebnis ist ein Torch-Vaporizer, der eine volle 0,1-g-Kammer mit einem einzigen Zug vollständig extrahieren kann.
Lieferumfang
Vestratto hat den Anvil Ende 2025 mit einem integrierten Stem-Design überarbeitet. Der integrierte Stem reduziert die Anzahl der Teile und verbessert die Zuverlässigkeit.
Aktuelle Exemplare werden mit dem Gehäuse samt Mundstück, integriertem Stem und CopperCore-Heizkammer geliefert. Dazu gehören eine Standardkammer mit 0,1 g Fassungsvermögen und ein Hitzeschild in deiner Wunschfarbe.
Etui, Torch-Feuerzeug, Reinigungszubehör und Bedienungsanleitung sind nicht enthalten. Zusätzliche Kammern, das Etui mit Magnet und alternative Hitzeschilde werden separat verkauft.
Titangehäuse mit 65 g, gebaut für Jahrzehnte
Das Gehäuse ist aus Grade-2-Titan gefräst. Ein Kondensator aus Edelstahl verläuft durch den Dampfweg.
Mit 75 mm Höhe und 22 mm Durchmesser ist der Anvil kaum größer als ein dicker Marker und verschwindet komplett in einer geschlossenen Hand.
Die Fertigungstoleranzen sind extrem eng. Die Gewinde greifen sauber, jedes Bauteil sitzt spielfrei, und die gesamte Verarbeitung spiegelt Vestrattos Wurzeln in der Herstellung von Medizintechnik wider.
Dank seines modularen Aufbaus lässt sich der Anvil für eine gründliche Reinigung komplett zerlegen. Nichts an diesem Vaporizer wirkt, als würde es innerhalb deiner Lebenszeit verschleißen.
Das konische 14-mm-Mundstück dient gleichzeitig als integrierter Wasserpfeifen-Adapter und passt direkt in jeden weiblichen 14-mm-Glasschliff.
Wenn du bereits eigene Stems besitzt, bietet Vestratto dafür ein USA-Kit mit 8-mm-Anschluss an. Es nimmt DynaVap-kompatible Mundstücke auf.
CopperCore liefert 60 Sekunden Dampf pro Heizzyklus
Der CopperCore-Wärmespeicher ist die prägende Technologie des Anvil. Eine Kupferschicht liegt zwischen der inneren und der äußeren Titanwand der Heizkammer. Kupfer leitet Wärme rund 25-mal effizienter als Edelstahl allein. Es nimmt die Energie deines Feuerzeugs auf und verteilt sie gleichmäßig über die gesamte Kammer. Drehen ist dabei nicht nötig.
Der Anvil nutzt eine Hybrid-Heizung, die Konduktion und Konvektion kombiniert. Die Kammerwände erhitzen das Cannabis durch direkten Kontakt (Konduktion), während heiße Luft durch zwei Einlassöffnungen über die Blüten strömt (Konvektion).
Bei der aktuellen Version mit integriertem Stem stellst du den Luftstrom auch im heißen Zustand ein: Du steckst einen normalen 1/8"-Inbusschlüssel in die Öffnung an der Unterseite und drehst damit die Heizkammer. Der Luftstrom läuft über drei runde Löcher und drei breitere Schlitze. Bei minimalem Luftstrom sind nur die Löcher offen, bei maximalem Luftstrom Löcher und Schlitze.
Auf dem Foto unten siehst du an der Heizkammer unseres Testexemplars sowohl die Kupferringe als auch diese Luftschlitze. Über dieselben Öffnungen regelst du den einstellbaren Luftstrom und passt den Zugwiderstand an deinen Geschmack an.

Das Aufheizen dauert gerade einmal 10 Sekunden, wenn du das Feuerzeug auf den oberen Kupferring im Bild oben richtest. Wenn du tiefer auf den Wärmespeicher zielst, verlängert sich die Aufheizzeit auf 25-40 Sekunden. Dafür bekommst du eine deutlich intensivere Extraktion.
Ein hörbares doppeltes Klicken zeigt dir, dass die Kammer die Verdampfungstemperatur erreicht hat. Je nach Position deines Feuerzeugs liegt sie irgendwo im Bereich von 150-260°C. Es ist spürbar lauter als bei anderen Torch-Vaporizern, sodass du es auch in geräuschvoller Umgebung kaum überhörst.
Wohin du dein Feuerzeug richtest, bestimmt deine ganze Session:
- Oberer Ring: Geschmacksbetonte Züge mit mäßig sichtbaren Wolken. Ideal, um einzelne Terpene bei niedrigeren Temperaturen herauszuschmecken.
- Mittlerer Bereich: Ausgewogene Extraktion mit dichterem Dampf und stärkerer Wirkung. Die Alltagseinstellung für die meisten Nutzer.
- Wärmespeicher (unten): Volle Extraktion nahe der Verbrennungstemperatur. Dichte, kraftvolle Hits, die die ganze Kammer mit einem einzigen Zug leeren können.
Nach dem Klicken gibt der CopperCore weiterhin gespeicherte Wärme an die Kammer ab. So bekommst du aus einem einzigen Heizzyklus rund 60 Sekunden brauchbare Züge, verglichen mit den 10-20 Sekunden, die bei normalen Torch-Vaporizern üblich sind. Kein hektisches Inhalieren, kein ständiges Nachheizen. Die anhaltende Wärme macht das Teilen wirklich praktikabel, zum ersten Mal in der Kategorie der Torch-Vaporizer.
Durch Glas erreicht der Anvil fast die Dampfdichte, die wir bei Ball-Vaporizern der Tisch-Vaporizer-Klasse messen. Nutze ihn am besten durch Wasser. Den Aufbau erklärt unser Ratgeber zur Nutzung von Vaporizern mit Bongs. Die direkte Nutzung mit dem XL-Mundstück funktioniert, bei höheren Extraktionstemperaturen wird der Dampf aber spürbar kratzig. Deshalb greifen die meisten erfahrenen Anvil-Nutzer zu Glas.
Kein Akku nötig: unbegrenzte Sessions mit Butan
Der Anvil hat weder Akku noch Ladekabel und ist unabhängig von der Steckdose. Du heizt ihn mit einem normalen Butan-Torch-Feuerzeug. Solange du Butan hast, ist die Zahl deiner Sessions unbegrenzt.
Die Wahl des Feuerzeugs prägt dein Erlebnis. Mit einer einzelnen Flamme heizt du den Anvil in 10-15 Sekunden auf, wenn du auf den oberen Ring zielst. Der Geschmack bleibt dabei am besten erhalten.
Ein Torch-Feuerzeug mit zwei Flammen heizt den Anvil zügiger auf und sorgt für eine intensivere Extraktion, verbraucht aber auch schneller Brennstoff.
Der Nachteil ist nicht von der Hand zu weisen: Erhitzen mit offener Flamme fällt auf, und das Titangehäuse bleibt nach der Session noch 1-2 Minuten zu heiß für die Hosentasche.
Zu Hause, beim Camping oder entspannt im Freien spielt das keine Rolle. Für diskrete Mikrodosierung in der Öffentlichkeit ist ein tragbarer elektronischer Vaporizer die bessere Wahl.
Rechne mit einer Lernkurve, die sich richtig auszahlt
Das Befüllen ist unkompliziert: Du grindest dein Cannabis, befüllst die 0,1-g-Kammer und schraubst sie ins Gehäuse. Die Version mit integriertem Stem vereinfacht den Zusammenbau. Das Ganze dauert dadurch weniger als eine Minute.
Die Technik mit dem Torch-Feuerzeug entscheidet über dein Ergebnis. Die Extraktion hängt davon ab, wohin du zielst, welche Größe dein Torch-Feuerzeug hat und wie viele Sekunden du nach dem Klicken weiter erhitzt.
Genau darin liegt die größte Stärke des Anvil: Du hast die volle Kontrolle. Gleichzeitig ist es seine Einstiegshürde, denn bis die Handgriffe sitzen, fallen die Sessions ungleichmäßig aus.
Wir haben die Bedienungsfreundlichkeit mit 7,5 bewertet. Darin spiegelt sich die Übung wider, die du brauchst, um das volle Potenzial des Anvil auszuschöpfen.
Auch die Wahl der Kammer gehört zu dieser Lernkurve. Unser Foto unten zeigt Half Bowl und Full Bowl nebeneinander, beide mit integriertem Sieb. Durch den Wechsel zwischen beiden passt du die Füllmenge an die gewünschte Session an.

Für die Reinigung zerlegst du den Anvil vollständig und entfernst die O-Ringe mit einer Pinzette. Lege alle Metallteile 20 Minuten in Isopropylalkohol. Danach spülst du sie mit heißem Wasser ab, trocknest sie und setzt alles wieder zusammen.
Unser Reinigungs-Guide erklärt den Ablauf im Detail. An der Vollmetall-Konstruktion haften Rückstände weniger leicht, sodass bei täglicher Nutzung eine wöchentliche Reinigung reicht.
Ein starker Magnet ist praktisch unverzichtbar, um heiße Kammern sicher zu handhaben. Ohne ihn ist das Abschrauben einer frisch erhitzten Kammer langsam und unangenehm. Im offiziellen Etui liegt einer bei, es tut aber auch jeder Seltenerdmagnet.
Die gute Nachricht: Sobald deine Technik sitzt, kommt dein AVB (bereits verdampftes Cannabis) gleichmäßig geröstet heraus, je nach Position des Torch-Feuerzeugs von Kaffeepulver-Braun bis zu dunklem Schokoladenbraun.
Der Vergleich
Anvil vs DynaVap M7
Der DynaVap M7 8,2 ist der naheliegende Vergleichskandidat. Der M7 kostet einen Bruchteil des Anvil-Preises. Er heizt in unter 10 Sekunden auf, wiegt 33 g und funktioniert mit Induktionsheizern.
Der CopperCore des Anvil verändert das Kräfteverhältnis grundlegend. Beim M7 sind 10-20 Sekunden lang brauchbare Züge möglich, bevor er wieder erhitzt werden muss. Der Anvil hält die Wärme rund 60 Sekunden.
Der Dampf ist dichter, die Extraktion in einem Zyklus vollständiger. Du musst den Vaporizer beim Erhitzen außerdem nie drehen.
Wähle den M7 für Tempo, Taschenformat und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Wähle den Anvil für die kräftigsten Züge in der Kategorie der Torch-Vaporizer.
Unser Foto der beiden nebeneinander zeigt den Größenunterschied deutlich: Der Anvil ist merklich dicker, und du spürst die zusätzliche thermische Masse bei jedem Zug.
Wenn du ein engeres Kräftemessen sehen willst, lohnt sich unser Vergleich von Anvil und HyperDyn.

Anvil vs Vapman 2.0
Der Vapman 2.0 8,0 ist ein weiterer handgefertigter Torch-Vaporizer für Enthusiasten. INHALE fertigt ihn in Italien mit einem Gehäuse aus Holz und Metall.
Er ist auf kleine, geschmacksintensive Füllmengen mit hybrider Erhitzung ausgelegt und folgt einer künstlerischen Designphilosophie.
Der Anvil erzeugt deutlich mehr Dampf pro Zyklus und liefert über seinen gesamten Temperaturbereich kräftigere Züge. Der Vapman setzt dagegen auf sanftere, beschaulichere Sessions und ein leichteres Gehäuse.
Beide sind handwerklich gefertigte Vaporizer, die auf Jahrzehnte ausgelegt sind. Wähle den Vapman für sanfte, genussvolle Züge und den Anvil für Vollgas-Extraktion in einem einzigen Zug.
Anvil vs Tempest 2
Der Tempest 2 9,2 steht für die neue Welle tragbarer Ball-Vaporizer und wiegt nur 46 g. Er nutzt erhitzte Kugeln für reine Konvektions-Extraktion.
Das ist ein grundlegend anderer Ansatz, um Tisch-Vaporizer-Leistung ins Taschenformat zu bringen. Wie unser Vergleichsfoto zeigt, liegen beide bei den Abmessungen nah beieinander. Entscheidend ist also die Heiztechnik und weniger die Tragbarkeit.

Beide liefern enorme Dampfmengen aus taschentauglichen Gehäusen, nutzen dafür aber unterschiedliche Mechanismen. Der Tempest 2 arbeitet mit reiner Konvektion über sein Kugelsystem und heizt bei geringerem Gewicht schneller auf.
Der CopperCore des Anvil kombiniert Konduktion und Konvektion und hält die Wärme pro Zyklus länger. Dadurch eignet sich der Anvil besser zum Teilen, denn brauchbare Züge sind eine volle Minute lang möglich.
Deine Wahl hängt davon ab, was dir wichtiger ist: der Geschmack reiner Konvektion (Tempest 2) oder die lang anhaltende Wärme einer großen thermischen Masse (Anvil).
Wer den Vestratto Anvil kaufen sollte
Bong-Veteranen, die auf Dampf umsteigen und bei der Dampfdichte keine Kompromisse machen wollen. Über eine Wasserpfeife mit 14-mm-Anschluss liefert der Anvil Wolken auf Rauchniveau, ohne die schädlichen Verbrennungsprodukte.
Genießer, die ihre Sessions zu Hause zelebrieren und einen kompakten Vaporizer ohne alternde Akkus und ohne Firmware-Updates wollen. Der Anvil aus Volltitan wird jeden tragbaren elektronischen Vaporizer auf dem Markt überdauern.
Nutzer, die gern an ihrer Technik feilen und die Extraktion mit manueller Temperatursteuerung feinjustieren. Wenn du deine Sessions als Handwerk betrachtest, belohnt der Anvil jede Anpassung, die du vornimmst.
Fazit
Der Vestratto Anvil hält sein zentrales Versprechen: Extraktion auf Tisch-Vaporizer-Niveau aus einem 65 g leichten Titangehäuse.
Der CopperCore-Wärmespeicher, das modulare Kammersystem und der einstellbare Luftstrom mit zwei Einlässen machen ihn zum kräftigsten Torch-Vaporizer, den wir bei VapeExperts mit Stand Mai 2026 getestet haben.
Der magere Lieferumfang und eine echte Lernkurve sind der Preis für den Einstieg. Wenn reine Dampfleistung für dich an erster Stelle steht, hat sich der Anvil seinen Platz in unserem Ranking der besten Butan-Vaporizer dennoch verdient.





