Der Tinymight 2 ist der stärkste tragbare Konvektions-Vaporizer, den wir bisher getestet haben. Er wird in Finnland aus amerikanischem Walnussholz und Edelstahl handgefertigt.
In 5 Sekunden ist er auf Verdampfungstemperatur, und seine Dampfdichte hält mit Ball-Vaporizern für den Tisch mit. Stand Mai 2026 bietet kein anderer taschentauglicher Vaporizer diese Kombination aus Tempo und geballter Leistung.
Er funktioniert als On-Demand-Vaporizer für schnelle Einzelzüge und als Session-Vaporizer für längere, entspannte Züge.
Dazu kommen ein wechselbarer 18650-Akku, eine verstellbare Heizkammer und ein wachsendes Zubehör-Ökosystem. Damit tritt er direkt gegen den Venty 9,1 um den Titel des besten tragbaren Vaporizers an - und das zu einem niedrigeren Preis.
Der Tinymight 2 ist jetzt in der ursprünglichen Walnuss-Ausführung und als neue Black Edition erhältlich. Die Black Edition besteht aus schwarzer Eiche und hat einen Zirkonoxid-Stem sowie verbesserte Technik im Inneren.
Beide Versionen werden direkt auf tinymightvape.com verkauft. Dieser Test behandelt das Walnuss-Modell; unsere Black Edition ist unterwegs.
Die Kompromisse liegen offen auf dem Tisch: kein Display, keine App und eine Mehrfachklick-Bedienung, die ein paar Sessions braucht, bis sie in Fleisch und Blut übergeht.
Für die meisten Nutzer rechtfertigt die Leistung diese Lernkurve. Wir erklären dir im Folgenden genau, warum.
Alles, was beim Tinymight 2 dabei ist
Die Verpackung bleibt schlicht. Unser Unboxing-Foto zeigt den Vaporizer aus Walnussholz prominent in der Mitte der Verkaufsbox, mit dem deutlich aufgedruckten Schriftzug Made in Finland.
Der Stolz auf die finnische Herkunft zeigt sich auch in der gesamten Verarbeitung.

In der Box findest du den Tinymight 2, einen 18650-Akku (Molicel P26A oder P28A), zwei 55-mm-Glas-Stems, einen Short Ball Stem, eine Kühleinheit mit einem kleinen Beutel Ersatzkugeln, ein USB-C-Ladekabel, eine Tragetasche und ein Ersatzteil-Set mit O-Ringen und Sieben.
Die Glas-Stems und die Kühleinheit mit ihren Kugeln senken gemeinsam die Temperatur, bevor der Dampf deine Lippen erreicht. Die Edelstahlkugeln in der Kühleinheit nehmen Wärme aus dem Dampfweg auf.
Mit dem verstellbaren Sieb passt du die Kammergröße an - von einer Mikrodosis mit 0,05 g bis zur vollen Füllung mit 0,15 g Cannabis.
Walnuss und Stahl in einem 185 g schweren Gehäuse
Der Tinymight 2 wiegt 185 g und misst 110 × 61 × 37 mm (mit eingesetztem 55-mm-Glas-Stem). Er passt in die Hosentasche. In leichten Hosen spürst du das Gewicht allerdings.
Das Gehäuse kombiniert amerikanisches Walnussholz mit gebürsteten Edelstahlkappen. Das Ergebnis fühlt sich solide an, ohne Knarzen oder Nachgeben.
Der Dampfweg verläuft von der Heizkammer bis zum Mundstück durch Glas und Edelstahl, ganz ohne Kontakt zu Kunststoff.
Der Glas-Stem hat 2 mm dicke Wände und einen Innendurchmesser von 12 mm. Das ist breit genug für eine unkomplizierte Reinigung.
Längere 80-mm-Stems gibt es separat für alle, die kühleren Dampf wollen und dafür etwas mehr Bauhöhe in der Hosentasche akzeptieren.
Ein Design-Detail sticht heraus: das integrierte Rührwerkzeug. Es sitzt neben dem Mundstück und dient zugleich als Stopfer und zum Einstellen der Heizkammertiefe. Kleine Löcher darin lassen die Akkuanzeige von unten durchscheinen.
Du musst den Vaporizer also nie umdrehen, um den Akkustand zu prüfen. Unser Foto von oben zeigt genau das: die Heizplatte aus Edelstahl, die offene Heizkammer und die grüne LED, die an unserem Walnuss-Testexemplar durch die Löcher des Rührwerkzeugs leuchtet.

Die Akkukappe an der Unterseite lässt sich leichtgängig auf- und zuschrauben. Der ursprüngliche Tinymight war berüchtigt für verkantende Gewinde und Kratzer.
Der Tinymight 2 löst diese Probleme durch engere Fertigungstoleranzen beim Gewinde und eine griffige Kappe im Industrie-Look, die sich mit den Fingern leicht drehen lässt.
Die geriffelte Kappe siehst du in unserer Ansicht von unten direkt neben dem nummerierten Temperaturrad.

Reiner Konvektionsdampf in 5 Sekunden bereit
Der Tinymight 2 nutzt eine reine Konvektionsheizung. Sie arbeitet nur, wenn du ziehst oder eine Session läuft. Dein Cannabis wird zwischen den Zügen nicht weiter erhitzt. Das schont die Terpene, und jede Füllung hält länger.
Es ist dasselbe Prinzip, das Ball-Vaporizer für den Tisch so aromatisch macht - hier verpackt in ein Format, das in die Jackentasche passt.
Im On-Demand-Modus liegt die Aufheizzeit auf den mittleren Stufen (4-6) im Schnitt bei 5 Sekunden. Höhere Einstellungen um 8-9 brauchen aus dem kalten Zustand eher 10 Sekunden und nur selten mehr als 15 Sekunden.
Damit gehört der Tinymight 2 zu den schnellsten elektrischen tragbaren Vaporizern, die du kaufen kannst.
Das Temperaturrad an der Unterseite reicht von 0 bis 10. Stufe 0 ist eine Reisesperre, die die Bedientaste komplett deaktiviert.
Die Stufen 1-9 decken den gesamten Bereich für trockenes Cannabis von etwa 140 °C bis 250 °C ab. Stufe 10, der sogenannte "Beast Mode", bringt die Heizung auf maximale Leistung und ist ausschließlich für den On-Demand-Betrieb gedacht.
Die verstellbare Heizkammer fasst 0,15 g und wird über den Stem befüllt. Ein Sieb lässt sich nach oben und unten schieben und verändert so die Tiefe der Kammer.
Du kannst nur 0,05 g für eine Mikrodosis einfüllen oder die vollen 0,15 g für eine Session mit mehreren Zügen. Diese Flexibilität ist eine echte Stärke für alle, die gern mit einem Vaporizer mikrodosieren.

Die Stufe stellst du mit dem Daumen ein, wie das Foto oben zeigt. Genau auf dieser Einstellung haben wir die meiste Zeit unserer Tests gedampft. Wir fanden den Dampf für einen tragbaren Vaporizer bemerkenswert dicht.
Im Session-Modus auf Stufe 6 kamen 8-10 Züge lang konstant volle Wolken, bevor wir umgerührt haben. Nach dem Rühren folgten noch 3-4 Züge. Im On-Demand-Modus reichten 2-3 lange Züge, um eine 0,15-g-Füllung vollständig zu extrahieren.
Der Geschmack blieb über den Großteil der Session rein. Röstnoten tauchten erst in den letzten Zügen oberhalb von Stufe 7 auf.
Der Zugwiderstand ist moderat. Leichte, langsame Züge liefern dünnen, aber aromatischen Dampf. Schnellere, kräftigere Züge erzeugen die dichten Wolken, für die der Tinymight 2 bekannt ist. Auf dem Außenfoto unten siehst du sie von unserem Walnuss-Modell aufsteigen.
Zuggeschwindigkeit und Technik zu meistern gehört zur Lernkurve. Dafür bekommst du ein Maß an Kontrolle, das die meisten tragbaren Vaporizer nicht bieten können.

Wechselbarer 18650-Akku hält etwa 5 Sessions
Der Tinymight 2 läuft mit einem einzelnen wechselbaren 18650-Akku (Molicel P28A, 2800 mAh). Wir kamen im Schnitt auf 5 Sessions pro Ladung. Das deckt sich mit den Berichten aus der Vaporizer-Community insgesamt.
Wie lange der Akku bei dir hält, hängt von Temperatur und Zuglänge ab - und davon, ob du im On-Demand- oder im Session-Modus dampfst.
Fünf Sessions sind wenig im Vergleich zu tragbaren Hybrid-Vaporizern, die 10 oder mehr Sessions pro Ladung schaffen. Der wechselbare Akku macht die begrenzte Laufzeit in der Praxis aber unproblematisch.
Besorg dir zwei oder drei Ersatzakkus, nimm sie geladen mit und tausch den Akku in Sekunden aus. Unser Foto zeigt, wie einfach der Wechsel ist: Die einzelne 18650-Zelle gleitet direkt ins Walnussgehäuse, ganz ohne Werkzeug.
Das ist der richtige technische Kompromiss für eine stromhungrige Konvektionsheizung.

Das vollständige Laden per USB-C dauert etwa 90 Minuten. Eine externe 18650-Ladestation ist die klügere Wahl: Sie verkürzt die Ladezeit, du kannst die Akkus unabhängig voneinander im Wechsel nutzen und weiterdampfen, während die nächste Zelle auflädt.
Farbige LEDs von Grün bis Rot zeigen den Akkustand an. Sie sind durch die Löcher des Rührwerkzeugs sichtbar. Beim Einschalten signalisieren zusätzlich Vibrationsimpulse den Ladestand.
Eine Lernkurve, die Geduld belohnt
Der Tinymight 2 ist kein Vaporizer zum Einschalten und Loslegen. Die Bedienung läuft über Klickfolgen, Vibrationsmuster und ein Temperaturrad mit Zahlen statt Gradangaben.
Für den On-Demand-Modus klickst du dreimal. Für den Session-Modus klickst du ebenfalls dreimal und hältst die Taste beim dritten Klick gedrückt, bis der Vaporizer vibriert. Die Bedienungsanleitung ist hier Pflichtlektüre, keine Empfehlung.
Das Befüllen geht leicht, sobald du den Dreh mit dem Stem raushast. Grinde dein Cannabis mittelfein, fülle bis zur Oberkante des Siebs und drücke es mit dem flachen Ende des Rührwerkzeugs leicht an.
Zu festes Stopfen bremst den Luftstrom und macht den Dampf dünner. Der richtige Mahlgrad ist hier wichtiger als bei den meisten tragbaren Vaporizern.
Das Umrühren mitten in der Session gehört bei Konvektion einfach dazu. Zieh den Stem heraus, verteil die Füllung mit dem Rührwerkzeug neu, setz ihn wieder ein und dampf zu Ende. Der erste Zug nach dem Rühren ist meist der dichteste der ganzen Session.
Die Reinigung ist einfach, aber häufig nötig. In der Kühleinheit sammelt sich alle 4-5 Sessions Harz; dann braucht sie ein Bad in Isopropylalkohol.
Die Heizkammer selbst bleibt vergleichsweise sauber, denn bei Konvektion brennen sich Rückstände nicht so an den Kammerwänden fest wie bei Konduktion.
Das Foto unten zeigt unsere leere Heizkammer von oben: Nach Wochen im Test sieht die Edelstahlkammer immer noch fast neu aus.

So schlägt sich der Tinymight 2 im Vergleich
Vor den direkten Vergleichen lohnt ein Blick darauf, wie der Tinymight 2 in der Hand liegt: ein kompakter Block aus Walnussholz und Stahl, der in einer geschlossenen Faust verschwindet.
Unser Porträt unten zeigt die Walnuss-Version vor warmem, dunklem Holz - genau so, wie sie während einer Session aussieht.

Tinymight 2 vs Venty
Der Venty ist die häufigste Alternative, die Käufer neben dem Tinymight 2 in Betracht ziehen. Beide richten sich an dieselbe Enthusiasten-Zielgruppe, verfolgen aber entgegengesetzte Designphilosophien.
Der Venty nutzt Hybridheizung mit einem 140-W-Heizelement und einstellbarem Luftstrom bis zu 20 L/min. Ein Flowmeter passt die Leistung an dein Zugtempo an.
Er heizt in 20 Sekunden auf, schafft 11 Sessions pro Ladung und hat ein digitales Display samt Smartphone-App.
Der Tinymight 2 heizt in 5 Sekunden auf und schafft 5 Sessions pro Ladung. Er wird über ein manuelles Temperaturrad gesteuert und hat weder Display noch App.
Der Venty ist die bessere Wahl für mühelose tägliche Sessions und die gemeinsame Nutzung in der Gruppe. Der Tinymight 2 punktet mit Tempo, On-Demand-Präzision und terpenbetontem Geschmack dank seiner reinen Konvektionsheizung.
Erfahrene Nutzer, die Extraktion in einem einzigen Zug bevorzugen oder ihren Vaporizer gern an eine Wasserpfeife anschließen, werden vermutlich zum Tinymight 2 greifen.
Unsere Studioaufnahme unten zeigt die Walnuss-Version mit einem langen Glas-Bubbler-Stem. Das ist eine der Wasserfilter-Optionen, auf die der Venty schlicht keine Antwort hat. Eine ausführliche Gegenüberstellung findest du in unserem Vergleich Tinymight 2 vs Venty.

Tinymight 2 vs Angus Enhanced
Der Angus Enhanced 7,6 bietet einen alternativen Konvektionsansatz für etwa 60 % dessen, was der Tinymight 2 kostet. Seine Halogenlampen-Heizung liefert vollen Terpengeschmack. Dazu kommen ein eigenes Drehrad zum Einstellen des Luftstroms und eine größere Heizkammer mit 0,2 g Fassungsvermögen.
Der Kompromiss liegt beim Tempo. Der Angus Enhanced braucht rund 55 Sekunden bis zur vollen Extraktionstemperatur, der Tinymight 2 nur 5 Sekunden.
Der Angus Enhanced bietet außerdem keinerlei On-Demand-Modus. Er stammt von einem Nischenhersteller, an dessen Vertrauenswürdigkeit es in der Community dokumentierte Zweifel gibt.
Der Tinymight 2 hält dagegen: schnelleres Aufheizen, die Flexibilität von Session- und On-Demand-Modus und der bessere Markenruf seines finnischen Herstellers.
Wenn das Budget im Vordergrund steht und du keine On-Demand-Züge brauchst, liefert der Angus Enhanced intensiven Konvektionsgeschmack für weniger Geld. Wenn dir Tempo, Vielseitigkeit und langfristige Zuverlässigkeit am wichtigsten sind, rechtfertigt der Tinymight 2 seinen höheren Preis.
Er war auch der Vaporizer, zu dem wir unterwegs immer wieder gegriffen haben. Unsere Außenaufnahme unten zeigt das manuelle Temperaturrad und den Glas-Stem bei Tageslicht - 5 Sekunden nach einem Klick einsatzbereit.

Für wen sich der Tinymight 2 lohnt
Geschmacksorientierte Nutzer, für die der Erhalt der Terpene bei einem tragbaren Vaporizer an erster Stelle steht. Die reine Konvektionsheizung und der Dampfweg aus Glas liefern einige der geschmacklich reinsten Züge, die wir in unseren Tests mit akkubetriebenen tragbaren Vaporizern erlebt haben.
Fans schneller Einzelzüge, die einen Zug nehmen und den Vaporizer sofort wieder weglegen wollen. Die Aufheizzeit von 5 Sekunden und das sofortige Ausschalten per Knopfdruck passen zu einem Alltag, in dem du über den Tag verteilt immer nur kurz dampfst.
Bastler und Individualisten, die ihr Setup gern mit der Zeit verfeinern. Dieser Vaporizer wächst mit deinen Ansprüchen: durch die verstellbare Heizkammer, mehrere Stem-Optionen, die Kompatibilität mit einer Wasserpfeife und das wachsende Zubehör-Ökosystem von Drittanbietern.
Das gilt auch für das Gehäuse selbst: Neben dem Standard-Walnuss-Modell aus unserem Test bietet Tinymight weitere Holzarten an, etwa das unten abgebildete Exemplar aus Purpleheart-Holz mit Kühleinheit aus Glas.

Fazit
Der Tinymight 2 ist der beste tragbare On-Demand-Konvektions-Vaporizer, den VapeExperts bis Mai 2026 getestet hat. Seine Aufheizzeit von 5 Sekunden, der volle, intensive Geschmack und die verstellbare Heizkammer setzen einen Standard, den unabhängig von der Preisklasse nur wenige tragbare Vaporizer erreichen.
Die Akkulaufzeit ist begrenzt und die Bedienung braucht etwas Übung, aber der wechselbare 18650-Akku löst das erste Problem und ein paar Sessions lösen das zweite. Für geschmacksorientierte Cannabis-Nutzer, die Wert auf Tempo und Kontrolle legen, ist dies der tragbare Vaporizer, den es zu schlagen gilt.
Update: Tinymight 2 Black Edition. Tinymight bietet jetzt eine Black Edition mit spürbaren Hardware-Upgrades: ein Gehäuse aus schwarzer Eiche, ein 80-mm-Stem aus Zirkonoxid-Keramik (ersetzt den Glas-Stem), eine neu gestaltete einteilige Kühleinheit aus Edelstahl, ein Molicel-P30B-Akku mit höherer Kapazität, ein On-Demand-Boost-Modus und ein Auto-Abschalt-Timer für Sessions. Unsere Black Edition ist unterwegs. Sobald die Tests abgeschlossen sind, veröffentlichen wir ein aktualisiertes Review.






