Der Flowermate Aura kam 2016 als günstiger Pen-Vaporizer mit zwei Stunden Akkulaufzeit und einem vollwertigen OLED-Display auf den Markt. Ein Jahrzehnt später ist er noch immer erhältlich, weil der Preis niedrig bleibt und er sich wirklich bequem in der Tasche verstauen lässt.
Wir haben uns einen Aura gekauft, um herauszufinden, ob das Design mit neueren tragbaren Budget-Vaporizern noch mithalten kann. Der Vaporizer mit der roten Taste auf unseren Studiofotos ist genau der, den wir zwei Wochen lang im Alltag benutzt haben.

Die kurze Antwort: Es kommt darauf an, was du brauchst. Neuere Hybrid-Alternativen zu ähnlichen Preisen haben die Heizung per Konduktion überholt, und das Kunststoff-Mundstück ist eine bekannte Schwachstelle.
Der Akku hält aber wirklich so lange, wie das Datenblatt verspricht. Die Bedienung über drei Tasten ist so einfach, dass wir die Anleitung nie aufgeschlagen haben.
Dieser Test zeigt, wo der Aura noch überzeugt und wo der Markt an ihm vorbeigezogen ist. Wir haben die Aufheizzeiten gemessen, den Akku leergefahren und das Mundstück zwei Wochen lang bei regelmäßigen Sessions genutzt.
Lieferumfang
Der Aura wird mit einem kompletten Starter-Set geliefert. Wir haben alles für unser Unboxing-Foto auf dem Tisch ausgebreitet.
In der roten Verkaufsbox findest du den Vaporizer, ein Micro-USB-Ladekabel, ein Rührwerkzeug aus Edelstahl, eine Reinigungsbürste, Ersatzsiebe, einen Konzentrat-Pod für Wachs und Öl sowie eine gedruckte Anleitung.

Die Ersatzsiebe sind beim Aura wichtig. Das Sieb im Mundstück setzt sich schneller mit Harz zu als bei größeren Session-Vaporizern. Plane deshalb ein, es alle paar Wochen zu wechseln.
Das Werkzeug zum Befüllen erfüllt seinen Zweck, ist aber klein. Wir haben es schon in der ersten Woche gegen ein längeres Dab-Tool getauscht.
Verarbeitung und Materialien
Der Aura ist 147 mm hoch, 28 mm breit und wiegt 100 g. Das Gehäuse besteht aus gummiertem Kunststoff mit geripptem Griffbereich. Innen sitzt die Keramik-Heizkammer. Mundstück, Kappe und die meisten Außenflächen sind aus Kunststoff.
Unser Foto zeigt, wie der Pen in der geschlossenen Hand liegt. Der gerippte Griffbereich sitzt dabei direkt unter den Fingern.

Die reine Kunststoffbauweise hat einen Nachteil. Die Kunststoffkappe des Mundstücks kann durch das regelmäßige Aufheizen und Abkühlen Risse bekommen. Bei uns bildeten sich nach etwa zwei Wochen täglicher Nutzung erste Haarrisse.
Flowermate verkauft günstige Ersatzkappen, sodass sich das Problem leicht beheben lässt. Trotzdem solltest du vor dem Kauf davon wissen.
Bei längeren Sessions oberhalb von 200 °C wird auch das Mundstück warm. Wenn du dir zwischen den Zügen Zeit lässt, bleibt es angenehm.
Das OLED-Display ist der Lichtblick. Es zeigt Zieltemperatur, aktuelle Temperatur und Akkustand in klaren Ziffern und bleibt bei den meisten Lichtverhältnissen gut lesbar.
Die drei Tasten (Power, Auf und Ab) haben einen ordentlichen Druckpunkt. Nichts klappert, und der Vaporizer fühlt sich trotz der Kunststoffhülle solide in der Hand an.
Die Heizung arbeitet per Konduktion über eine Keramik-Heizkammer
Der Aura heizt ausschließlich per Konduktion. Ein Heizelement erwärmt die Wände der Keramikkammer, und dein Cannabis verdampft durch direkten Kontakt mit diesen heißen Flächen.
Die Heizkammer fasst 0,2 g. Das ist wenig, passt aber zum Pen-Format. Unser Foto unten zeigt das abgeschraubte Mundstück und die befüllte Keramik-Heizkammer. Du siehst daran, wie flach die Kammer tatsächlich ist.

Aus dem kalten Zustand braucht der Aura 30 Sekunden bis auf rund 190 °C. Das entspricht den Angaben im Datenblatt und deckt sich mit unseren Messungen.
Sobald die Kammer die eingestellte Temperatur erreicht hat, zeigt das OLED-Display ein Dampfsymbol. Dann kannst du ziehen.
Die Dampfqualität ist typisch für einen Konduktions-Pen in dieser Preisklasse. Wenn du vom Rauchen kommst, solltest du wissen, dass sichtbarer Dampf weniger dicht ist als Rauch.
Bei 180 °C schmecken die ersten beiden Züge sauber und haben einen ordentlichen Terpencharakter. Ab dem dritten wird der Dampf dünner.
Der ausgeatmete Dampf auf unserem Foto stammt aus einem der ersten Züge bei 180 °C. Etwa diese Dichte kannst du bei der Einstellung erwarten.
Bei 210 °C werden die Wolken dichter und sichtbarer. Dazu kommt der vertraute warme Geschmack mit Röstnoten, für den Konduktions-Vaporizer bekannt sind.
Der isolierte Edelstahl-Luftweg hält den Dampf frei von Fremdgeschmack. Durch den kurzen Weg zwischen Heizkammer und Lippen kommt der Dampf allerdings warm statt kühl an.

Ein mittelfeiner Grind hilft. Für eine saubere Extraktion muss das Cannabis in der Konduktions-Heizkammer gleichmäßigen Kontakt mit den heißen Flächen haben. Unser Guide zur Grind-Konsistenz erklärt, was am besten funktioniert.
Stopfst du zu fest, würgst du den Luftstrom ab. Füllst du zu locker, wird die Extraktion ungleichmäßig. Bekommst du das richtig hin, liefert dir der Aura 4-5 brauchbare Züge pro 0,2-g-Füllung.
Der Zugwiderstand liegt im Mittelfeld. Er fällt geringer aus als bei manchen Session-Vaporizern und höher als bei tragbaren Modellen mit reiner Konvektion. Wegen der Konduktionsheizung musst du außerdem langsam ziehen.
Wenn du Wirkung spürst, aber keinen Dampf siehst, ziehst du zu stark. Die kühle Luft strömt dann schneller durch die Kammer, als diese sie erhitzen kann. Sanfte, gleichmäßige Züge sind hier die richtige Technik.
Falls dir die Konduktionsbauweise einschränkend vorkommt, erklärt unser Guide Konvektion vs Konduktion, wie sich die beiden Heizarten auf Geschmack und Dampfdichte auswirken.
Der Akku hält, was Flowermate verspricht
Der interne 2600-mAh-Akku ist die größte Stärke des Aura. Flowermate verspricht zwei Stunden Dauerbetrieb. Wir kamen je nach Temperatur auf 8-12 Sessions von jeweils 6-8 Minuten pro Ladung.
Höhere Temperaturen leeren den Akku schneller. Selbst bei 210 °C reicht er für einen ganzen Abend. Damit liegt der Aura vor den meisten Pen-Vaporizern dieser Klasse.

Geladen wird über Micro-USB. Das ist 2026 zwar veraltet, dafür funktioniert aber fast jedes Netzteil und jede Powerbank. Die Nahaufnahme oben zeigt den Anschluss mit eingestecktem Kabel. Er sitzt unten am Gehäuse und stört dort nicht.
Eine volle Ladung dauert bei leerem Akku etwa 2,5 Stunden. Der Aura unterstützt eine Durchladefunktion. Du kannst also dampfen, während er am Ladekabel hängt.
Ein Hinweis: Der Akku ist fest im Vaporizer verbaut und lässt sich nicht selbst tauschen. Nach 300-500 Ladezyklen kann die Kapazität nachlassen, und eine frische Zelle lässt sich dann nicht einsetzen.
Wenn dir langfristige Flexibilität beim Akku wichtig ist: Einige neuere Budget-Vaporizer wie der XMax V4 Pro 8,5 setzen auf austauschbare 18650-Zellen.
Unser Guide zu Vaporizer-Akkus erklärt, was du von internen Zellen im Laufe der Zeit erwarten kannst.
Die Heizung schaltet sich nach fünf Minuten automatisch ab, falls du mitten in der Session weggehst. Das spart Akku, unterbricht aber lange, gesellige Sessions. Halte die Power-Taste erneut gedrückt, dann heizt der Aura in 30 Sekunden wieder auf.
Drei Tasten machen die Bedienung kinderleicht
Die Bedienung ist das Beste am Aura. Mit fünf schnellen Klicks auf die Power-Taste schaltest du ihn ein. Hältst du die Power-Taste danach gedrückt, startet das Aufheizen.
Mit den Auf- und Ab-Tasten stellst du die Temperatur in 1-°C-Schritten zwischen 40 °C und 230 °C ein. Das OLED-Display auf unserem Foto zeigt 190 °C. Bei dieser Temperatur haben wir die meisten unserer Sessions gedampft.

Das ist die gesamte Bedienung. Wir haben das Handbuch nie aufgeschlagen und trotzdem alles innerhalb von fünf Minuten verstanden.
Wie unser Foto zeigt, liegt die rote Power-Taste direkt unter dem Daumen, wenn du den Aura aufrecht hältst. Die Einhandbedienung fühlt sich dadurch ganz natürlich an.
Über ein verstecktes Menü kannst du die OLED-Anzeige zwischen Celsius und Fahrenheit umstellen. Die Umschaltfunktion ist allerdings so schwer zu finden, dass die meisten Nutzer einfach bei der Werkseinstellung bleiben.
Worauf du achten solltest: Die Fünf-Klick-Sequenz kann in einer engen Hosentasche versehentlich ausgelöst werden. Sperre den Vaporizer also, bevor du ihn einsteckst.
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Das Befüllen dauert 10 Sekunden. Kappe des Mundstücks abdrehen, gemahlenes Cannabis einfüllen, Kappe wieder aufschrauben.
Unsere Aufnahme von oben zeigt eine volle Ladung von 0,2 g, die bündig mit dem Rand der Heizkammer abschließt. Bis zu dieser Höhe solltest du die Kammer befüllen.
Wegen des kleinen Fassungsvermögens musst du häufiger nachfüllen als bei größeren Heizkammern. Eine ausgiebige Session braucht 2-3 Füllungen. Das ist der Kompromiss bei der Pen-Bauform.

Die mitgelieferten Dosierkapseln sind Edelstahl-Pods, die du mit Cannabis vorfüllen und in die Heizkammer legen kannst. Sie halten die Keramikkammer sauberer und beschleunigen das Nachfüllen unterwegs.
In unseren Tests haben die Pods die Dampfdichte leicht verringert, weil der Zugwiderstand höher ist. Unser Guide zu Dosierkapseln behandelt diesen Kompromiss ausführlicher.
Beim Aura eignen sich die Pods am besten für unterwegs, wenn dir Sauberkeit wichtiger ist, als aus jedem Zug das Maximum herauszuholen.
Die Reinigung ist unkompliziert. Mit der Bürste reinigst du die Keramik-Heizkammer. Unser Foto zeigt das mit dem beiseitegelegten Mundstück auf dem Tisch.
Mit Isopropylalkohol auf einem Wattestäbchen reinigst du das Mundstück von innen. Die Siebe legst du alle paar Wochen in Alkohol ein. Gesamtaufwand: etwa 5 Minuten, wenn du regelmäßig dranbleibst.

Vergleich mit anderen günstigen Optionen
Der Markt für günstige tragbare Vaporizer ist seit 2016 stark gewachsen. Hier zeigen wir, wie sich der Aura gegen drei Alternativen in einer ähnlichen Preisklasse behauptet.
Unser Foto zum Größenvergleich zeigt den Aura neben dem XMAX V3 Pro und dem Storz & Bickel Venty. Man sieht es auf einen Blick: Der Aura ist deutlich kleiner als ein ausgewachsener tragbarer Vaporizer.

Flowermate Aura vs XMax V4 Pro
Der XMax V4 Pro kostet etwas mehr, heizt dafür aber ausschließlich per Konvektion statt per Konduktion. Konvektion erzeugt dichtere Wolken, saubereren Geschmack und eine effizientere Extraktion.
Der V4 Pro hat außerdem einen wechselbaren 18650-Akku, lässt sich über USB-C laden und besitzt einen Dampfweg aus Glas.
Die Vorteile des Aura sind sein geringeres Gewicht und die einfachere Bauform. Der V4 Pro bietet für einen kleinen Aufpreis aber mehr.
Flowermate Aura vs Fury 3
Der Fury 3 8,4 liegt in derselben günstigen Preisklasse, nutzt aber eine Hybridheizung, die Konduktion und Konvektion kombiniert. Mit 159 g ist er schwerer, dafür profitieren Dampfdichte und Geschmack vom Hybrid-Ansatz.
Der Fury 3 hat außerdem einen herausnehmbaren Akku und optional ein Mundstück aus Glas. Wenn du für volleren Dampf in Kauf nimmst, dass er sich weniger bequem in der Tasche verstauen lässt, lohnt sich ein Blick auf den Fury 3.
Flowermate Aura vs DaVinci MIQRO-C
Der DaVinci MIQRO-C kostet mehr, bietet aber ein ähnlich kompaktes Taschenformat mit einem Dampfweg aus Zirkonoxid, einem wechselbaren 18650-Akku und einer Temperaturgenauigkeit von 1 °C.
Der MIQRO-C erkauft sich die hochwertigen Materialien mit etwas weniger Akkulaufzeit. Wenn du gezielt einen kleinen Vaporizer im Taschenformat suchst und dein Budget etwas Spielraum hat, ist der MIQRO-C eine weitere Option.
Den vollen Überblick findest du in unserem Ranking der besten günstigen Vaporizer.
Für wen sich der Kauf lohnt

Das Display auf unserem Foto oben zeigt 190 °C. Das liegt in dem Bereich, den wir neuen Besitzern empfehlen. Der Aura passt zu diesen Nutzern:
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Einsteiger mit knappem Budget, die das Dampfen von Cannabis ausprobieren möchten, bevor sie mehr Geld investieren. Der Aura bietet die grundlegenden Funktionen und hilft dir bei der Entscheidung, ob Dampfen etwas für dich ist. Starte bei etwa 185 °C und taste dich von dort nach oben.
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Festival- und Reisenutzer, die einen unauffälligen, leichten Pen brauchen, um dessen Verlust sie sich keine großen Sorgen machen. Mit 100 g und seiner Stiftform verschwindet er in jeder Tasche.
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Besitzer, die einen sofort einsatzbereiten Backup-Vaporizer suchen, für das Auto, das Schlafzimmer oder das Wohnzimmer. Der niedrige Preis macht es praktikabel, mehrere Exemplare zu besitzen. Dank der einfachen Bedienung gibt es kein Gefummel, wenn du danach greifst.
Wenn du die beste Dampfqualität in dieser Preisklasse willst, lohnt sich ein Blick auf die oben genannten Alternativen.
Fazit
Der Flowermate Aura erfüllt noch immer seinen ursprünglichen Zweck: Er ist ein einfacher, taschentauglicher Pen-Vaporizer zu einem niedrigen Preis.
Die Akkulaufzeit ist für das Format wirklich stark, und die Bedienung mit OLED-Display ist so einfach, wie es nur geht.
Der Dampf der Konduktionsheizung fällt dünner aus als bei Hybrid-Alternativen. Mit einem passenden Grind und langsamen Zügen bei 210 °C kann der Aura trotzdem einen ganzen Raum füllen, wie unser letztes Foto vor schwarzem Hintergrund beweist.

Neuere Budget-Vaporizer sind bei der Konduktionsheizung und dem Kunststoff-Mundstück inzwischen weiter.
Wenn dir Dampfqualität oder langfristige Haltbarkeit besonders wichtig sind, lohnt sich vielleicht auch ein Vergleich mit dem XMax V4 Pro oder dem Fury 3.