Der POTV Lobo ist eine hauseigene Entwicklung von Planet of the Vapes und kam im September 2023 auf den Markt. Er bietet mehr, als seine Preisklasse erwarten lässt. Sein Hybrid-Heizer arbeitet überwiegend mit Konvektion; die Heizkammerwände tragen durch Konduktion zur Erwärmung bei. Zusammen mit dem Dampfweg aus Glas und Titan sorgt das für klare Terpen-Aromen, die günstige tragbare Vaporizer selten erreichen. Außerdem verdampft er eine volle 0,2-g-Füllung ohne Umrühren.
Mit den Glas-Bubblern und Wasserpfeifen-Adaptern von POTV wird daraus einer der günstigen tragbaren Vaporizer, die wir am häufigsten empfehlen. Er ist die Hybrid-Empfehlung mit Wechselakku in unserem Ranking der besten tragbaren Vaporizer und in unserem Ranking der besten günstigen Vaporizer. Er heizt in etwa 40 Sekunden auf 198°C, schafft 10 Sessions pro Ladung und kostet deutlich weniger als die Hälfte des Mighty+. Wir haben einen grünen Lobo über mehrere Wochen täglich getestet, mit seinem serienmäßigen genoppten Glas-Stem, separat erhältlichen Bubblern und einem Wasserpfeifen-Adapter.
Bei der Verarbeitung zeigt sich der Preis. Der Session-Timer startet, bevor der Heizer die Zieltemperatur erreicht. Das Display ist im Sonnenlicht schlecht ablesbar, und die Beschränkung auf Glasmundstücke macht den Lobo unterwegs empfindlicher. Das sind echte Kompromisse, die sich angesichts der Extraktionsqualität aber leicht verschmerzen lassen.
Lieferumfang
Im Lieferumfang sind der Vaporizer, ein genoppter Kühlstem aus Glas, eine Dosierkapsel und ein Konzentrat-Pad zur Verwendung mit der Kapsel. Dazu kommen drei Ersatzsiebe, eine Reinigungsbürste aus Agavenfaser, ein Befüllwerkzeug, ein Ersatz-O-Ring, ein USB-C-auf-USB-C-Kabel und eine Kurzanleitung.
Ein USB-Netzteil fehlt. Für das USB-C-auf-USB-C-Kabel benötigen Sie ein passendes Netzteil, wie es in vielen Haushalten bereits vorhanden ist.
Für Wachs geben Sie eine sehr kleine Menge auf das Konzentrat-Pad in der Dosierkapsel. Flüssige Konzentrate sind tabu, und nichts kommt direkt in die Heizkammer.
Gehäuse aus eloxiertem Aluminium mit 150 g
Das eloxierte Aluminiumgehäuse hält das Gewicht ohne Glas bei 150 g und dient zugleich als Kühlkörper. Bei mehreren Sessions hintereinander wird es allerdings warm. Die matte Oberfläche gibt es in Schwarz, Blau oder Grün, und unser grünes Testexemplar zeigte nach wochenlangem Gebrauch keine sichtbaren Gebrauchsspuren. Ohne Glas-Stem ist der Lobo 89 mm hoch und 54 mm breit und passt in eine Jacken- oder Handtasche.
Der Dampfweg ist von der Elektronik getrennt. Die Luft strömt durch einen Einlass am Boden, den Heizer aus Edelstahl und die Titan-Heizkammer. Sie tritt durch ein Mundstück aus Borosilikatglas aus, das über PEEK-Kunststoff verbunden ist. Silikon hält POTV komplett aus dem Luftweg heraus.
Wo sich der Preis zeigt: Das LCD-Display ist bei direktem Sonnenlicht schwer ablesbar. Der Schraubdeckel des Akkufachs kann zu fest angezogen werden oder aus den Fingern rutschen. Das Aluminiumgehäuse hat keine griffige Struktur. Eine Schutzhülle ist deshalb eine sinnvolle Ergänzung; mehr dazu in unserem Ratgeber zu Vaporizer-Zubehör. Die 2 Jahre Garantie und POTVs separates 100-Tage-Rückgabeangebot bei berechtigten Käufen geben bei der Verarbeitung zusätzliche Sicherheit.
Hybridheizung extrahiert gleichmäßig ohne Umrühren
Beim Lobo strömt heiße Luft durch die Titan-Heizkammer (Konvektion), während die erhitzten Kammerwände Kontaktwärme beisteuern. POTV nennt das „Dynamic hybrid heating“. In unseren Sessions schmeckte dieser konvektionsbetonte Ansatz sauberer als reine Konduktion, bei der das Cannabis ausschließlich durch direkten Kontakt mit heißen Flächen erhitzt wird.
In der Praxis ergab sich eine gründliche Extraktion ohne Umrühren während der Session. Bei lockerer Füllung und einer vollständigen Session bei 221°C war das verbrauchte Cannabis gleichmäßig dunkelbraun, AVB ohne grüne Stellen. Die meisten günstigen tragbaren Vaporizer brauchen zwischendurch ein Umrühren, unser Lobo kam immer ohne aus.
Von kalt auf 198°C dauert das Aufheizen etwa 40 Sekunden. Der Einstellbereich reicht von 160-221°C in Schritten von 1°C, sodass Sie die Temperatur über den gesamten Bereich fein abstimmen können. Der Vape vibriert (haptisches Feedback), sobald die Zieltemperatur erreicht ist. Wie Sie die Temperatur nach Geschmack oder Wolkendichte wählen, erklärt unser Temperaturguide für Vaporizer.
Um 180°C steht der Geschmack im Vordergrund. Die sichtbaren Wolken bleiben dünn, doch mit seinen klaren Terpenaromen hebt sich dieser Session-Vaporizer von der günstigen Konkurrenz ab. Reine Konduktions-Vaporizer in dieser Preisklasse schmecken im Vergleich meist flacher.
Über 200°C werden die Wolken dichter und die Extraktion schneller. Der mitgelieferte genoppte Glas-Stem kommt mit moderaten Temperaturen gut zurecht. Längere Züge über 210°C liefern jedoch warmen Dampf, der im Hals kratzen kann. Hier gewinnt das Glaszubehör an Bedeutung.
Mit Wasserpfeifen-Adapter und Bubbler zeigt sich der Lobo von einer anderen Seite. Die Wasserfilterung nimmt dem warmen Dampf das Kratzen im Hals, und die Konvektionsheizung füllt den Bubbler schon vom ersten Zug an mit dichtem Dampf. Eine Aufbauanleitung finden Sie im Ratgeber zum Anschließen eines Vaporizers an eine Bong. Für uns ist das mit Abstand die beste Konfiguration des Lobo.
Neben dem genoppten Stem verkauft POTV einen gebogenen Stem, einen Globe-Stem, einen gebogenen Mini-Bubbler, einen Gordito-Mini-Bubbler und einen Wasserpfeifen-Adapter. Jedes dieser Teile passt in den magnetischen Glasadapter des Lobo. Der Gordito hat mehr Perkolator-Löcher und eine größere Wasserkammer für zusätzliche Wasserfilterung in einem tragbaren Bubbler.
Die besten Temperatureinstellungen für den POTV Lobo
Diese Einstellungen nutzen wir mit getrocknetem Cannabis am häufigsten. Beginnen Sie mit der Alltagseinstellung und gehen Sie höher, sobald der Dampf dünner wird.
| Einstellung | Temperatur | Was Sie bekommen |
|---|---|---|
| Geschmack | 180°C | Leichte Wolken, der sauberste Terpengeschmack |
| Alltag | 198°C | Unsere Standardeinstellung, heizt in etwa 40 Sekunden auf |
| Wolken | 210°C | Dichterer Dampf, am besten über Wasser |
| Ausdampfen | 221°C | Das Maximum, leert die Füllung zu gleichmäßigem Dunkelbraun |
POTVs Anleitung empfiehlt für die erste Session 199°C, unsere Alltagseinstellung liegt also direkt neben der des Herstellers. Ab 210°C tauschen Sie den genoppten Stem gegen einen Bubbler oder den Wasserpfeifen-Adapter. Das Wasser nimmt jedem Zug die Wärme, sodass auch die höheren Stufen angenehm bleiben.
Der Akku hält 10 Sessions pro Ladung
Im Lobo steckt ein wechselbarer Samsung-35E-Akku im 18650-Format mit 3500 mAh. Wir erreichten zuverlässig 10 Sessions bei 198°C mit 4-Minuten-Timer, passend zu POTVs Angabe von bis zu 10. Höhere Temperaturen oder längere Sessions senken diese Zahl.
Das Laden von leer auf voll dauert über USB-C etwa 90 Minuten. Der Lobo hat keine Durchladefunktion und lässt sich am Ladekabel nicht verwenden. Der Wechselakku gleicht das aus: Ausschalten, einen geladenen 18650-Akku richtig herum einsetzen und weiter geht es.
Auch langfristig zahlt sich der Wechselakku aus. Lässt die mitgelieferte Zelle nach, ersetzen Sie einen 18650-Akku statt des ganzen Vaporizers. Verwenden Sie die von POTV empfohlenen Akkus und Ladegeräte, und transportieren Sie Ersatzzellen in einer Schutzhülle.
Drei Tasten und einfache Bedienung
Laden Sie den Lobo vor der ersten Session 2 Stunden lang vollständig und lassen Sie drei leere Heizzyklen auf Maximaltemperatur laufen. Danach schalten Sie ihn mit drei Klicks auf die Power-Taste ein. Mit Plus und Minus stellen Sie die Temperatur von 160-221°C ein. Das LCD-Display zeigt aktuelle und eingestellte Temperatur, Session-Countdown und Akkustand.
Der Session-Timer lässt sich in Schritten von 30 Sekunden zwischen 3 und 6 Minuten einstellen, wir nutzten 4 Minuten. Halten Sie Power und Plus gedrückt, um das Einstellungsmenü zu öffnen. Dort stellen Sie den Timer ein, wechseln zwischen °F und °C und drehen die Anzeige. Halten Sie Power und Minus drei Sekunden gedrückt, um den Stealth-Modus einzuschalten, der das Display abdunkelt; erneutes Halten stellt die normale Anzeige wieder her. Bei ausgeschaltetem Lobo zeigt ein Druck auf Power den Akkustand. Eine Eigenheit: Der Countdown beginnt schon beim Einschalten, nicht erst bei Erreichen der Zieltemperatur. Beim 3-Minuten-Timer geht damit ein merklicher Teil der Session-Zeit für das Aufheizen verloren.
Die 0,2-g-Kammer lässt sich unkompliziert befüllen. Verwenden Sie einen mittleren Mahlgrad und drücken Sie die Füllung leicht an. Zu festes Stopfen behindert den Konvektions-Luftstrom und erhöht den Zugwiderstand. Die Dosierkapsel erleichtert das Befüllen und hält die Heizkammer länger sauber; mehr dazu im Dosierkapsel-Guide.
Das Ausbürsten der abgekühlten Kammer nach jeder Session geht schnell. Für eine gründliche Reinigung sieht POTVs Reinigungsanleitung vor, das Sieb in Isopropylalkohol einzuweichen und den Glas-Stem mit warmem Wasser auszuspülen (keine Werkzeuge in die Noppen). Die Heizkammer wischen Sie mit einem leicht mit Isopropylalkohol angefeuchteten Wattestäbchen aus, während Sie den Vape kopfüber halten. Gehäuse und Silikonteile sollten dabei nicht mit Alkohol in Berührung kommen. Lassen Sie alles vollständig trocknen und führen Sie vor der nächsten Session einen leeren Heizzyklus bei 221°C aus.
So schneidet er im Vergleich ab
So steht der Lobo gegenüber den tragbaren Vaporizern da, mit denen Käufer ihn am häufigsten vergleichen.
| Vaporizer | Unsere Wertung | Heizart | Aufheizzeit | Akku | Kammer | Gewicht | US-Listenpreis |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| POTV Lobo | 8,6 | Hybrid | 40 s | 18650, wechselbar | 0,2 g | 150 g | 159 $ |
| Healthy Rips Rogue 2 | 8,8 | Hybrid | 25 s | Fest verbaut | 0,22 g | 190 g | 139 $ |
| Arizer Solo 3 | 8,4 | Hybrid | 15 s | Fest verbaut | 0,5 g | 280 g | 299 $ |
| XMax V3 Pro | 8,2 | Konvektion | 10 s | 18650, wechselbar | Etwa 0,15 bis 0,2 g | 105 g | 99 $ |
| POTV ONE | 7,9 | Hybrid | 30 s | Fest verbaut | 0,15 g | 144 g | 99 $ |
Außerdem haben wir den Lobo direkt mit dem XMax V3 Pro, dem Fury 3 und dem XMax V4 Pro verglichen. Hier sind die drei engsten Alternativen aus unseren Tests.
POTV Lobo vs POTV ONE
Der POTV ONE 7,9 ist das kleinere, günstigere Geschwistermodell. Beide nutzen Hybridheizung und laden über USB-C. Der Lobo bietet eine größere Kammer mit 0,2 g statt 0,1 bis 0,15 g und einen Wechselakku. Ihre Glas-Stems und Bubbler können Sie beim Umstieg weiterverwenden, jeweils über den Adapter des eigenen Modells. Die Dosierkapseln haben allerdings unterschiedliche Größen. Unser ausführlicher Vergleich POTV Lobo vs POTV ONE geht beide Datenblätter durch.
Der POTV Lobo (links) neben dem POTV ONE.
Bei Portabilität und Preis liegt der ONE vorn. Er passt zu gelegentlichen leichten Sessions. Für den täglichen Einsatz und bessere Dampfqualität ist der Lobo aus unserer Sicht die klare Steigerung.
POTV Lobo vs Healthy Rips Rogue 2
Der Healthy Rips Rogue 2 8,8 ist ein enger Konkurrent: Konvektionsleistung, Glaszubehör und Preis sind ähnlich. In unseren Tests erhielt er bessere Verarbeitungsnoten. Er fühlt sich hochwertiger an und hat eine etwas stärkere Heizung. Bei der Grundfläche liegen beide nah beieinander, mit 58 × 30 mm beim Rogue 2 gegenüber 54 × 29 mm beim Lobo. Der Rogue 2 ist mit 190 g allerdings schwerer als der Lobo mit 150 g ohne Glas.
Der Healthy Rips Rogue 2 neben dem POTV Lobo.
Der Lobo hält mit seinem Wechselakku dagegen; beim Rogue 2 ist der Akku fest verbaut. Dazu kommt POTVs breiteres Glaszubehör-Angebot. Die Dampfqualität liegt nah beieinander. Der Rogue 2 wirkt ab Werk etwas ausgereifter.
POTV Lobo vs Arizer Solo 3
Der Arizer Solo 3 8,4 hat einen US-Listenpreis von 299 $, der Lobo liegt bei 159 $. Dafür bekommen Sie eine längere Laufzeit mit 13 Sessions pro Ladung in unseren Tests, einen Session-Modus und einen On-Demand-Modus für einzelne Züge zwischendurch. Dazu kommt der reinste Terpengeschmack unter allen tragbaren Vaporizern, die wir getestet haben. Mit 280 g ist er außerdem der schwerste der drei.
Arizer Solo 3, Healthy Rips Rogue 2 und POTV Lobo, von links nach rechts.
Insgesamt ist der Solo 3 der bessere Vaporizer. Der Lobo liefert jedoch einen Großteil des Konvektionsgeschmacks für deutlich weniger Geld. Wenn Sie hauptsächlich zu Hause über eine Wasserpfeife dampfen, verringert seine Extraktionsleistung den Abstand merklich.
Für wen sich der POTV Lobo eignet
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Ehemalige Raucher, die aufs Dampfen umsteigen und über eine Wasserpfeife vertraute Wolkendichte ohne Spitzenmodellpreise suchen. Wenn Sie sich noch mit den Unterschieden eines Vaporizers vertraut machen, erleichtert der Lobo den Einstieg.
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Nutzer für Sessions zu Hause, die den Lobo mit einem Tisch-Bubbler kombinieren und ihn damit in seiner stärksten Konfiguration verwenden.
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Preisbewusste Käufer, denen Extraktion und Geschmack wichtiger sind als besonders hochwertige Verarbeitung und uneingeschränkte Taschentauglichkeit.
Lassen Sie ihn liegen, wenn: Sie einen Vape lose in der Hosentasche tragen möchten (das Mundstück ist nur aus Glas), einen Timer erwarten, der erst bei Zieltemperatur startet, oder hauptsächlich Konzentrate dampfen (Wachs ist auf eine kleine Menge auf dem Kapsel-Pad beschränkt).
Fazit
Der POTV Lobo liefert mit seiner Hybridheizung eine Dampfqualität, die bei diesem günstigen Preis eigentlich nicht zu erwarten ist. Über einen Wasserpfeifen-Adapter ist er wirklich beeindruckend. Die Verarbeitung und die Beschränkung auf Glasmundstücke verhindern eine uneingeschränkte Empfehlung, dennoch halten wir den Lobo für den stärksten Hybrid mit Wechselakku unter den günstigen tragbaren Vaporizern.
Planet of the Vapes verkauft den Lobo direkt, mit 2 Jahren Garantie und einem separaten 100-Tage-Rückgabeangebot bei berechtigten Käufen.







