Ein Cannabis-Vaporizer erhitzt Blüten oder Konzentrate gerade so stark, dass Cannabinoide und Terpene als inhalierbarer Dampf freigesetzt werden, ohne das Material zu verbrennen. Wer auf die Flamme verzichtet, verzichtet auch auf den Rauch. Sie bekommen die gewünschten Wirkstoffe und atmen dabei weit weniger Verbrennungsprodukte ein.
Unser Katalog umfasst 50 Vaporizer aus allen Kategorien. Ob Sie vom Rauchen umsteigen oder Cannabis zum ersten Mal ausprobieren: Wenn Sie verstehen, wie diese Vaporizer funktionieren, finden Sie leichter das passende Modell und nutzen es besser. Unser Bereich für Dampf-Einsteiger begleitet Sie von der Auswahl eines Vaporizers bis zur ersten Session. Sie möchten wissen, wie Vaporizer entstanden sind? Unsere Geschichte der Vaporizer erzählt sie.
Ein Vaporizer erhitzt Cannabis, ohne es zu verbrennen
In einem Blüten-Vaporizer erwärmt ein Heizelement zerkleinertes Cannabis, bis seine flüchtigen Inhaltsstoffe verdampfen. Dazu gehören Cannabinoide wie THC und CBD sowie die Terpene, die den Geschmack prägen. Konzentrat-Vaporizer erledigen dieselbe Aufgabe mit einem Extrakt.
Bei der Verbrennung entstehen Teer, Kohlenmonoxid und eine lange Reihe weiterer Nebenprodukte. Verdampfen vermeidet vieles davon, weil die Hitze kontrolliert bleibt, und unser Vergleich von Verdampfen und Rauchen stellt beides gegenüber. In einer kleinen kontrollierten Studie von 2007 unter der Leitung von Donald Abrams an der UCSF atmeten die Teilnehmer nach dem Verdampfen weniger Kohlenmonoxid aus als nach dem Rauchen. Ein Labortest des Volcano von 2004 fand 111 Verbindungen im Cannabisrauch, während der Dampf fast nur aus Cannabinoiden bestand, mit Spuren von drei weiteren Verbindungen, selbst auf der höchsten Stufe des Volcano. Eine Studie zum Volcano von 2006 ergab, dass Ihre Lunge aus dem Ballon ähnlich viel THC aufnimmt wie beim Rauchen. Unser Überblick zu Gesundheit und Sicherheit fasst die weitere Forschung zusammen.
Der Dampf wirkt meist dünner als Rauch, riecht weniger und verzieht sich schneller, als Sie vielleicht erwarten, besonders in einem gelüfteten Raum. Unserer Erfahrung nach fällt den meisten zuerst der Geschmack auf. Bei niedrigeren Temperaturen kommen die einzelnen Terpenprofile zur Geltung, statt von einer Flamme versengt zu werden.
Ein Vaporizer liefert Ihnen die Wirkstoffe ohne den Rauch, den eine Flamme mit sich bringt. Wer den Unterschied einmal geschmeckt hat, will kaum noch zurück.

Ein mittelfeiner Mahlgrad passt zu den meisten Vaporizern und vergrößert die Oberfläche, die der Wärme ausgesetzt ist. Wer die Kammer zu fest stopft, bremst Luftstrom und Dampf.
Drei Wege, wie ein Vaporizer Ihre Blüten erhitzt
Wie ein Vaporizer Wärme überträgt, prägt Geschmack, Effizienz und Dampfdichte. Die drei wichtigsten Ansätze sind Konduktion, Konvektion und Hybridheizung. Unser Leitfaden zu den Heizmethoden behandelt jeden davon ausführlich.
Konduktion: Wärme durch Kontakt
Konduktions-Vaporizer bringen das Cannabis in direkten Kontakt mit einer beheizten Oberfläche, meist der Kammerwand. Die Blüten, die diese Fläche berühren, verdampfen zuerst, deshalb gleicht kurzes Umrühren während der Session das Ergebnis aus. Konduktion heizt schnell auf und eignet sich gut für kompakte tragbare Modelle wie den PAX Mini 2, der nach etwa 22 Sekunden bereit ist.
Der Nachteil: Blüten nahe der Kammerwand können überextrahiert werden, während die Mitte hinterherhinkt. Umrühren oder ein feinerer Mahlgrad behebt das meistens. Unser Vergleich von Konvektion und Konduktion erläutert die praktischen Unterschiede.

Der PAX Mini 2 heizt per Konduktion und ist nach etwa 22 Sekunden bereit. Seine blütenförmigen Leuchten werden grün, sobald die Kammer ihre Temperatur erreicht hat.
Konvektion: Extraktion mit heißer Luft
Bei der Konvektion strömt erhitzte Luft durch das Cannabis, sodass heiße Luft statt einer heißen Wand die Extraktion übernimmt. Ein guter Konvektions-Vaporizer erhitzt die gesamte Füllung gleichmäßig und stellt den Geschmack in den Mittelpunkt. Der Volcano Hybrid nutzt diesen Ansatz (kombiniert mit Konduktion) und füllt Ballons, die Sie abnehmen und herumreichen können.
Der Tinymight 2 ist ein tragbarer Konvektions-Vaporizer, der in 2 bis 5 Sekunden aufheizt. Sie wählen zwischen einzelnen Zügen auf Knopfdruck (On-Demand) und einem vollen Session-Modus.

Der Volcano-Ballon ist das bekannteste Bild der Konvektion (erhitzte Luft strömt durch das Cannabis und wird in einem Beutel aufgefangen, den Sie überallhin im Raum mitnehmen können).
Hybrid: eine Mischung aus beidem
Eine Hybridheizung kombiniert eine beheizte Kammeroberfläche mit strömender Heißluft. Dieser Ansatz verbindet kurze Aufheizzeiten mit gleichmäßiger Extraktion. Viele tragbare Modelle der Mittel- und Oberklasse nutzen ihn, darunter der Venty von Storz & Bickel, der in etwa 20 Sekunden aufheizt. Ein Durchflussmesser passt die Hitze daran an, wie kräftig Sie ziehen.
Tipp
Weitere Arten von Vaporizern
Butan- und Torch-Vaporizer
Manuelle Vaporizer nutzen einen Torch, ein Feuerzeug oder einen externen Induktionsheizer statt eines eingebauten Akkus. Der DynaVap M7 ist mit einem Torch in etwa 5 bis 7 Sekunden aufgeheizt, und die Kappe klickt, sobald er bereit ist. Der Vaporizer selbst muss nicht geladen werden (ein Induktionsheizer schon), aber Sie müssen die Heiztechnik erst lernen. Unser Ranking der Butan-Vaporizer stellt die besten manuellen Modelle vor.
Ball-Vaporizer bilden eine eigene Familie. Erhitzte Kugeln aus Keramik, Rubin oder Zirkonia speichern Wärme und geben sie an die Luft ab, die durch Ihre Blüten strömt. Manche Modelle werden an die Steckdose angeschlossen, etwa der FlowerPot B1. Tragbare Modelle wie der Tempest 2 werden mit einem Torch oder einem Induktionsheizer erhitzt.

Erhitzen Sie die Kappe seitlich und drehen Sie sie dabei ständig. Hören Sie beim Klicken auf und warten Sie auf das Abkühlklicken, bevor Sie erneut erhitzen.
Konzentrat-Vaporizer
Manche Vaporizer sind für Cannabis-Konzentrate (Wax, Shatter, Live Resin) statt für Blüten gebaut. eRigs ersetzen den klassischen Aufbau mit Torch und Banger durch elektrische Hitze. Der Dr. Dabber Switch 2 nutzt Induktionsheizung und einen Infrarotsensor, um Ihre Temperatur zu halten. Er wird mit einem Quarzeinsatz für Konzentrate geliefert, und Dr. Dabber verkauft einen Titaneinsatz für Blüten.

Konzentrate enthalten meist weit mehr THC als Blüten. Prüfen Sie den Wirkstoffgehalt auf dem Etikett und beginnen Sie mit einem kleinen Dab.
Tragbarer Vaporizer, Tisch-Vaporizer oder Pen
Tragbare Vaporizer laufen mit Akku und begleiten Sie überallhin, vom hosentaschenkleinen PAX Mini 2 bis zum Venty. Tisch-Vaporizer werden an die Steckdose angeschlossen und eignen sich für alle, die zu Hause einen festen Platz bevorzugen und ihren Vaporizer nicht mitnehmen müssen. Der Volcano Hybrid ist einer davon, mit Ballons, die Sie füllen und herumreichen. Unsere Rankings der besten tragbaren Vaporizer, Tisch-Vaporizer und Konzentrat-Vaporizer zeigen die stärksten Modelle jeder Bauform.
Pens gibt es in zwei Varianten: nachfüllbare Konzentrat-Pens und 510er-Akkus für vorgefüllte Öl-Kartuschen. Kaufen Sie Kartuschen nur aus einer legalen, lizenzierten Quelle. Der Ausbruch von Lungenschäden im Jahr 2019, den die CDC als EVALI bezeichnete, ging vor allem auf Vitamin-E-Acetat in illegalen THC-Kartuschen zurück.
Die Temperatur bestimmt, was Sie inhalieren
Verschiedene Cannabinoide und Terpene verdampfen bei unterschiedlichen Temperaturen. Wenn Sie die Temperatur Ihres Vaporizers anpassen, ändern sich Geschmack, Dampfdichte und Gefühl jeder Session.
Bei den meisten Blüten-Vaporizern arbeiten wir mit drei Bereichen:
| Bereich | Temperatur | Charakter | Ideal für |
|---|---|---|---|
| Niedrig | 160-180°C | Leichter Dampf, terpenbetonter Geschmack | Eine neue Sorte probieren |
| Mittel | 180-200°C | Vollerer Dampf, runder Geschmack | Alltägliche Sessions |
| Hoch | 200-220°C | Dichter, heißerer, gerösteter Dampf | Eine Füllung zu Ende dampfen |
Unser Temperaturleitfaden für Cannabis erklärt jeden Bereich ausführlicher.
Was Sie beim ersten Mal erwartet
Der Wechsel vom Rauchen zum Verdampfen fühlt sich anders an. Der Dampf ist meist leichter und kühler als Rauch. Der Geschmack ist ausgeprägter, besonders bei niedrigeren Temperaturen. Die Wirkung setzt innerhalb von Sekunden bis Minuten ein, weil beide Methoden die Cannabinoide über die Lunge aufnehmen lassen. Die stärkste Wirkung tritt üblicherweise nach 10 bis 30 Minuten ein.
Ihre erste Session in sechs Schritten:
- Laden Sie den Vaporizer auf oder schließen Sie ihn an.
- Mahlen Sie mittelfein (unsere Anleitung zum Grinden zeigt, wie es geht).
- Füllen Sie die Kammer bis zum Rand und drücken Sie die Füllung sanft an, sodass sie fest, aber noch federnd ist.
- Stellen Sie etwa 180°C ein und warten Sie auf das Bereit-Signal.
- Ziehen Sie 5 bis 10 Sekunden lang langsam. Den Atem anhalten müssen Sie nicht.
- Rühren Sie um und erhöhen Sie um 10°C, sobald der Geschmack nachlässt.
Unsere vollständige Anleitung erklärt jeden Schritt im Detail.
Die Wirkungsstärke wird leicht unterschätzt. In einer kontrollierten Studie wirkte dieselbe THC-Dosis verdampft stärker als geraucht. Sie brauchen also möglicherweise weniger Cannabis, als Sie gewohnt sind. Beginnen Sie mit einer halben Füllung, nehmen Sie ein paar Züge und lassen Sie der Wirkung Zeit, bevor Sie nachlegen.
Bereit für Ihren ersten Vaporizer?
Unser Kaufratgeber führt Sie durch Heizmethoden, Preisklassen und die vier Entscheidungen, die darüber bestimmen, welcher Vaporizer zu Ihrem Alltag passt.
Das Wichtigste
- Wählen Sie zuerst Ihr Material. Blüten und Konzentrate brauchen meist unterschiedliche Vaporizer (oder einen anderen Einsatz)
- Passen Sie die Bauform an die Situation an. Tragbare Vaporizer für die Hosentasche, Tisch-Vaporizer für Sessions zu Hause
- Entscheiden Sie, wie viel Handarbeit Sie wollen. Elektrisch per Knopfdruck oder manuell mit Torch und ständigem Drehen
- Starten Sie mit niedriger Temperatur. Rund 180°C rücken den Geschmack in den Vordergrund; für dichteren Dampf drehen Sie höher
- Füllen Sie weniger ein, als Sie denken. Dampf kann stärker wirken als Rauch, also klein anfangen und langsam steigern

