Der YLLVAPE Angus Enhanced heizt mit einer Halogenlampe, die von Terp-Pearls aus Rubin umgeben ist. Der tragbare Vaporizer mit 268 g setzt auf Konvektion.
In unseren Tests konnte seine Dampfqualität mit deutlich teureren tragbaren Vaporizern mithalten. Das brachte ihm einen Platz in unserem Ranking der besten Ball-Vaporizer ein.
Das Zubehör-Set ist ungewöhnlich großzügig: drei Glasstems, ein seitlicher Bubbler, ein Wasserpfeifen-Adapter, ein Einfülltrichter und eine Tragetasche. Die meisten tragbaren Vaporizer der Mittelklasse haben nur ein einziges Mundstück. Wasserfiltration kostet dort extra.
Es gibt allerdings einen Vorbehalt, der unsere Empfehlung prägt. YLLVAPE geriet wegen Glasfaserisolierung dicht an der Heizeinheit in die Kritik der Community. Die Kommunikation zu diesem Thema war uneinheitlich. Wir gehen weiter unten im Abschnitt zur Verarbeitung direkt darauf ein.
Alles in einer Tragetasche mit Reißverschluss
Der Angus Enhanced wird in einer Hartschalentasche mit Reißverschluss und Netzfächern für jedes Glasteil geliefert. Unser Foto der geöffneten Tasche zeigt: Jeder Stem und jeder Aufsatz hat ein eigenes Fach.
Die Tasche eignet sich damit auch zur dauerhaften Aufbewahrung und lässt sich gut mitnehmen.
Die aktuelle Herstellerliste nennt den Angus Enhanced, drei unterschiedlich lange Glasstems, Einfülltrichter, Wasserpfeifen-Adapter, Side-Bubbler, fünf Siebe, zwei Silikon-O-Ringe, USB-C-Kabel, Anleitungskarte und Tragetasche. Glas-Dosierkapseln sind kompatibles Zubehör, stehen aber nicht in diesem Standard-Lieferumfang. Unser fotografiertes Set kann abweichen. Sie brauchen zwei hochstromfähige 18650-Akkus. Prüfen Sie das Händlerpaket, denn manche Händler legen sie bei.

Robuste Verarbeitung mit 268 g, aber Fragen zum Markenvertrauen
Die Heizkammer aus Edelstahl sitzt über der Halogenlampe und den Rubinkugeln. Der Dampfweg führt durch Glas und Edelstahl und sorgt so für unverfälschten Geschmack.
Auf unserem Foto unten sehen Sie den Vaporizer in der Hand und die Kühlrippen an seiner Rückseite. Sie helfen dem Kunststoffgehäuse, während längerer Sessions Wärme abzugeben.
Die Verarbeitung wirkt robust genug, um einen Sturz zu überstehen. Ein aufgesetzter Glasstem erhöht allerdings das Bruchrisiko.
Der Deckel der Heizkammer und die Akkuklappen können sich während der Nutzung unbeabsichtigt lösen. Mehrere Tester haben beim Wechseln der Glasstems gemahlenes Cannabis verschüttet, weil sich der Heizkammerdeckel zusammen mit dem Stem abgedreht hat.

Bei der Materialdiskussion kommt es auf die Version an. Terp Chasers Club hat den Angus Enhanced nach eigener Aussage wegen Materialsicherheitsbedenken aus dem Verkauf genommen. 420VapeZone zog seine Empfehlung zurück und ordnet die Glasfaserisolierung einer frühen Version außerhalb des Luftwegs zu. Das sind Entscheidungen dieser Anbieter, keine Emissionsstudie.
YLLVAPEs aktuelle Produktseite nennt eine Version mit Edelstahlisolierung. Wir haben weder die Version jedes umlaufenden Exemplars noch die Emissionen des überarbeiteten Modells unabhängig geprüft. Eine RoHS-Kennzeichnung betrifft Beschränkungen bestimmter Stoffe in Elektronik. Sie ist keine medizinische Zulassung und kein Nachweis unbedenklicher Inhalation. Die angegebene Garantie beträgt ein Jahr; es gelten die Händlerbedingungen. Klären Sie vor dem Kauf die genaue Version und Rückgabemöglichkeiten.
Halogen-Konvektion liefert den besten Geschmack in dieser Preisklasse
Der Angus Enhanced nutzt eine 100-W-Halogenlampe und Rubinkugeln, um die einströmende Luft vor dem Cannabis zu erhitzen. Lampe und Kugeln bleiben während der Session heiß. Der Aufbau setzt auf Konvektion, belegt aber nicht, dass die Kammer keinerlei Strahlungs- oder Kontaktwärme erhält.
Viele tragbare Vaporizer verlieren nach dem zweiten oder dritten Zug an Leistung. Die Halogenlampe und die thermische Masse der Rubinkugeln sorgen hier für eine gleichmäßigere Extraktion von Anfang bis Ende.
Die 0,2-g-Heizkammer fasst genug für eine komplette Session und kommt auch mit kleineren Mengen gut zurecht.
Auf unserem Foto quillt dichter, sichtbarer Dampf aus dem Glasmundstück. Diese Dampfmenge ist bei den mittleren Presets typisch und stammt nicht aus einem besonders gelungenen Zug.

Das Aufheizen dauert aus dem kalten Zustand etwa 55 Sekunden. Wenn die Rubinkugeln noch Restwärme von einer vorherigen Session haben, geht es schneller.
Die Heizung läuft in einem fünfminütigen Session-Zyklus. Beim Ziehen strömt heiße Luft durch das Cannabis. Wegen der heißen Kammer und Kugeln lässt sich aber nicht voraussetzen, dass zwischen den Zügen gar nichts extrahiert wird. Die Heizung arbeitet nicht als On-Demand-System mit gedrückt gehaltener Taste.
Fünf Temperatur-Presets decken 180 °C bis 220 °C in Schritten von 10 °C ab. Niedrigere Presets betonen die Terpene, höhere liefern dichtere Wolken bei etwas weniger Geschmack.
Wenn Sie während einer Session die Taste halten, kommt ein Boost von 10 °C hinzu. Beim Loslassen gilt wieder das Preset. Mit den Werkseinstellungen sind so bis zu 230 °C im Boost möglich. YLLVAPE bietet außerdem ein USB-Programm nur für Windows zum Ändern der fünf Presets an. Laut Anleitung funktioniert es nicht unter macOS.
Der Drehregler für den einstellbaren Luftstrom an der Unterseite ist ein Highlight. Wenn Sie ihn ganz aufdrehen, haben Sie fast keinen Zugwiderstand. Wenn Sie ihn weiter zudrehen, wird der Zug straff und konzentriert.
So viel Kontrolle über den Luftstrom ist in dieser Preisklasse selten.
Die mitgelieferten Glasstems kühlen unterschiedlich stark. Der kurze 50-mm-Stem mit Rubinfüllung ist am unauffälligsten. Bei höheren Einstellungen fühlt sich sein Dampf im Hals allerdings warm an.
In unserer Nahaufnahme unten sehen Sie seine pinken Terp-Pearls deutlich. Der 70-mm-Stem liefert spürbar kühleren Dampf.

Der seitliche Bubbler sorgt für Wasserfiltration. Sie beseitigt das Kratzen im Hals fast komplett, dämpft dabei aber einige Geschmacksnuancen. Unser Foto des kompletten Aufbaus zeigt, wie kompakt der Vaporizer mit angeschlossenem Bubbler bleibt.
Wenn Sie eine Wasserpfeife nutzen, passt der mitgelieferte Adapter auf Standard-Schliffe. Er bietet den offensten Luftstrom aller Konfigurationen.
Sie finden Tipps zum Aufbau in unserem Ratgeber zum Anschluss von Vaporizern an eine Wasserpfeife. Hinweis: Der Angus Enhanced ist nur für Cannabisblüten gedacht. Konzentrate können die Halogenlampe beschädigen.

Wechselbare 18650-Akkus für 8 Sessions pro Ladung
Zwei herausnehmbare 18650-Akkus liefern bei gemischten Temperatureinstellungen etwa 8 Sessions pro Ladung. Das Aufladen per USB-C dauert von leer auf voll rund 90 Minuten. Ein externer 18650-Lader ist allerdings schneller.
Im Herstellerpaket fehlen die Akkus, Händlerpakete können ein Paar enthalten. Prüfen Sie vor dem Kauf, ob Sie zusätzliche Zellen brauchen.
YLLVAPE empfiehlt Molicel-18650-Zellen. Wir haben sie während des gesamten Tests verwendet. Auf unserem Foto der Akkuklappe sehen Sie die Molicel P28A. Die Zelle hat in jeder Session zuverlässig gearbeitet.
Ein Ersatzpaar beseitigt Wartezeiten komplett. Das ist ein praktischer Vorteil gegenüber tragbaren Vaporizern mit fest verbautem Akku. Sie finden mehr zur Auswahl der Zellen in unserem Vaporizer-Akku-Guide.

Die Akkuklappen auf beiden Seiten lassen sich für schnelle Wechsel ohne Werkzeug abnehmen. Wie im Abschnitt zur Verarbeitung erwähnt, können sie beim Hantieren abspringen. Prüfen Sie sie also, bevor Sie den Vaporizer in eine Tasche stecken.
Die Ein-Knopf-Bedienung braucht Eingewöhnung
Die Bedienung ist die größte Schwäche des Angus Enhanced. Ein einzelner Knopf steuert Ein- und Ausschalten, Heizen und Temperaturwahl. Ein Ring aus fünf LEDs zeigt Akkustand und aktuelles Preset.
Es gibt kein Temperaturdisplay und keine Smartphone-App. Das optionale Windows-Programm per USB ist vom normalen Betrieb getrennt.
Fünf schnelle Klicks schalten den Vaporizer ein oder aus. Per Doppelklick aktivieren Sie die Heizung und wechseln zwischen den fünf Presets (180 °C, 190 °C, 200 °C, 210 °C, 220 °C).
Der LED-Ring leuchtet bei unserem Testmodell blau, wie Sie unten auf dem Foto einer Session im Freien sehen. Der Vaporizer vibriert, sobald die Temperatur erreicht ist. So bekommen Sie ein klares Signal, dass es losgehen kann.

Sie schrauben den mitgelieferten Einfülltrichter auf die Heizkammer. So geht beim Befüllen nichts daneben. Leichtes Andrücken funktioniert am besten, denn zu festes Stopfen behindert den Konvektions-Luftstrom.
Wenn Sie beim Befüllen noch wenig Erfahrung haben, erklärt unser Leitfaden zur Nutzung eines Vaporizers die Grundlagen.
Wenn Sie den Vaporizer umdrehen, wird die Anordnung der Bedienelemente klarer. Unser Foto der Unterseite zeigt den Knopf neben den Zertifizierungsetiketten. Dazu gehört die oben besprochene RoHS-Kennzeichnung. Sie bestätigt keine Inhalationssicherheit.

Die Reinigung ist einfach: Weichen Sie die Filtersiebe in Isopropylalkohol ein, bürsten Sie die Heizkammer nach jeder Session aus und spülen Sie die Glasstems in warmem Wasser aus.
Mit dem optionalen Windows-USB-Programm ändern Sie die Preset-Werte. Eine drahtlose Steuerung kommt dadurch nicht hinzu.
So schlägt sich der Angus Enhanced im Vergleich
Angus Enhanced vs Tinymight 2
Der Tinymight 2 8,8 ist die Alternative, die geschmacksorientierte Käufer am häufigsten zum Vergleich heranziehen. Er heizt in 5 Sekunden auf, gegenüber rund 55 Sekunden beim Angus Enhanced.
Dazu bietet er einen On-Demand- und einen Session-Modus und stammt von einem angesehenen finnischen Hersteller. Vergleichen Sie aktuelle Angebote im selben Markt, um den Preisunterschied zu bestimmen.
Der Angus Enhanced bietet dafür einen einstellbaren Luftstrom, den der Tinymight 2 nicht hat. Hinzu kommen eine feste Heizkammer mit unserer bisherigen Füllmengenschätzung von 0,2 g gegenüber der verstellbaren Kammer des Tinymight 2 und ein deutlich großzügigeres Zubehörpaket inklusive Wasserfiltration.
Beide nutzen austauschbare 18650-Akkus und setzen bei der Heizung auf Konvektion. Wie unser Größenvergleich unten zeigt, nehmen beide in der Hand ähnlich viel Platz ein.
Der Tinymight 2 ist insgesamt das stärkere Paket. Der Angus Enhanced kommt bei der reinen Dampfqualität aber nah heran und kostet weniger. Vergleichen Sie beide direkt, um alle technischen Daten zu sehen.

Angus Enhanced vs Arizer Solo 3
Der Arizer Solo 3 8,2 geht einen anderen Weg: vollständig gläserner Dampfweg und gradgenaue Temperaturregelung mit Display. Sein Akku ist fest verbaut. Die Zahl der Sessions hängt von Temperatur und Timer ab.
Er stammt von einem etablierten Hersteller, dessen Support seit Jahren zuverlässig arbeitet.
Der Angus Enhanced erzeugt dank der thermischen Masse seiner Rubinkugeln bei höheren Temperaturen dichtere Wolken. Dazu kommt ein einstellbarer Luftstrom, den der Solo 3 nicht hat.
Der Solo 3 liegt dagegen vorn: beim unverfälschten Geschmack dank seines reinen Glas-Dampfwegs, bei der Bedienung über das Display und bei der langen, vom Hersteller angegebenen Laufzeit. Für ein festes Verhältnis der Akkulaufzeiten braucht es gleiche Testbedingungen.
Unser direkter Vergleich zeigt, wie ähnlich groß beide Vaporizer sind. Der Solo 3 ist meist teurer. Prüfen Sie vor Kauf oder Nutzung eines älteren Exemplars Arizers begrenzten Rückruf für bestimmte Seriennummern-Präfixe der Farbe Intergalactic Black in Kanada und den USA. Er betrifft nicht jeden Solo III.

Für wen sich der Angus Enhanced eignet
Geschmacksorientierte Experimentierfreudige, die die Technik der Halogen-Ball-Vaporizer in tragbarer Form ausprobieren möchten, finden hier einen wirklich einzigartigen Dampfcharakter.
Glasfans mit 18650-Akkus zur Hand werden den Wert des Kits schätzen: einstellbarer Luftstrom, dazu Bubbler und Wasserpfeifen-Adapter direkt im Lieferumfang.
Preisbewusste Cloud-Chaser, die dichteren Dampf suchen, als die meisten tragbaren Vaporizer der Mittelklasse liefern, bekommen beim Angus Enhanced bei der reinen Dampfausbeute mehr geboten. Voraussetzung: Sie haben sich vorher mit der Geschichte der Marke beschäftigt.
Wie unser Outdoor-Foto zeigt, liegt der Angus Enhanced bequem in einer Hand. Er lässt sich mühelos mitnehmen und überzeugt auch unterwegs mit seiner Leistung.

Fazit
Der Angus Enhanced liefert mit seinem einzigartigen Halogen-Konvektionssystem wirklich beeindruckenden Dampf (Stand: Mai 2026).
Der einstellbare Luftstrom, die austauschbaren Akkus und das umfangreiche Zubehör ergeben ein leistungsfähiges Mittelklasse-Paket. Bei der Extraktion der Aromen leistet es deutlich mehr, als seine Klasse vermuten lässt.
Die Nachteile sind ebenso real: ein Nischenhersteller mit dokumentierten Vertrauensproblemen in der Community, kein Display und eine Bedienung, die Einarbeitung verlangt, Geduld aber belohnt.
Dieser Vaporizer ist etwas für Enthusiasten, die sich vorher gründlich über die Marke schlaugemacht haben. Für Erstkäufer ist er keine sichere Standardwahl.
Wir haben unseren Test draußen abgeschlossen, wo auch das letzte Foto entstand. Darauf steht der Vaporizer vor grüner Kulisse. Genau dort ist dieser tragbare Vaporizer am besten aufgehoben.



