Beim Dabben wird Cannabiskonzentrat auf einem Nail, in einem Banger oder in einer elektronischen Kammer erhitzt und anschließend inhaliert. Ein modernes eRig steuert den Heizzyklus. Bei einem klassischen Setup mit Brenner müssen Sie die Temperatur selbst kontrollieren.
Dieser Ratgeber erklärt beide Methoden, das Befüllen, die Temperatureinstellungen und häufige Pflegefehler. In der ursprünglichen Fassung gaben wir an, alle wichtigen eRigs und mehr als zwölf Modelle getestet zu haben. Die zugehörige Modellliste und Testprotokolle sind nicht beigefügt. Die Aussage belegt daher weder eine vollständige Marktabdeckung noch eine allgemeingültige Temperaturempfehlung.
Die Wirkung kann schnell einsetzen, sich aber später voll entfalten
Das erhitzte Konzentrat gibt Cannabinoide und Terpene in ein Aerosol ab, das meist als Dampf bezeichnet wird. Viele Rigs nutzen Wasserfiltration. Es gibt aber auch trocken verwendete Konzentrat-Vaporizer.
Der THC-Gehalt hängt von Produkt und Charge ab. Weder das Aussehen noch der Vergleich mit einem Reiskorn bestimmt die THC-Dosis oder macht die Wirkung mit einer Schale Cannabisblüten vergleichbar. Hochkonzentrierte THC-Produkte eignen sich schlecht für Menschen ohne Cannabiserfahrung. Die Hinweise von Health Canada zur Inhalation erläutern, warum Wirkstoffgehalt und individuelle Reaktion wichtig sind.
Die erhitzte Oberfläche heißt häufig Dab Nail oder Quarz-Banger. Elektronische Kammern und mit einem Brenner erhitzter Quarz verhalten sich unterschiedlich. Ihre Temperaturangaben sind deshalb nicht ohne Weiteres übertragbar. Weitere Hintergründe finden Sie in unserem Ratgeber zur Vaporizer-Temperatur.
Vier Bestandteile eines Dabbing-Setups
Prüfen Sie, welche Teile Ihr konkretes Setup benötigt und mitliefert. Ein Tisch-Rig mit Wasser und ein tragbarer, trocken verwendeter Vape brauchen unterschiedliches Zubehör.

Puffco-Peak-Basis, abgenommenes Glas, Kammer, Wattestäbchen, Befüllwerkzeug und Zubehör auf einer hellen Fläche
1. Wärmequelle und Nail
Klassische Rigs verwenden einen dafür geeigneten Banger oder Nail und einen passenden Brenner. Elektronische Alternativen haben eine beheizte Kammer oder einen separat erhitzten Einsatz. Der Dr. Dabber Switch 2 arbeitet mit Induktion und einem herausnehmbaren Einsatz. Er muss weiterhin gereinigt werden und kann Ersatzteile benötigen. Induktion beseitigt die Wartungskosten nicht.

2. Carb Cap
Eine Carb Cap steuert den Luftstrom über dem Konzentrat. Verwenden Sie die für Ihre Kammer vorgesehene Kappe oder das passende Mundstück. Manche Quarz-Setups nutzen Terp Pearls, längliche Einsätze oder Glaskugeln, um Konzentrat zu bewegen. Dieses optionale Zubehör muss zum Setup passen. Es ist weder für jeden Vape erforderlich noch ein Beleg für grundsätzlich bessere Extraktion.
3. Dab Tool
Verwenden Sie ein Befüllwerkzeug, das zur Kammer und deren Anleitung passt. Material und Platzierung sind besonders in der Nähe einer Induktionsheizung wichtig. Kratzen Sie nicht an der Kammer und üben Sie keinen Druck auf sie aus. Die sichtbare Größe einer Portion ist kein verlässliches Dosismaß.
4. Cannabiskonzentrat
Wax, Badder, Shatter, Live Resin und Rosin haben unterschiedliche Konsistenzen. Prüfen Sie, ob das Produkt zur Inhalation bestimmt und für Ihren Vaporizer geeignet ist. Ein Speiseöl oder eine Tinktur lässt sich nicht einfach wie ein Dab-Konzentrat verwenden. Unser Ratgeber zu Cannabiskonzentraten erklärt die Kategorien.
eRig verwenden: Reihenfolge beim Befüllen und Heizen beachten
Ein eRig kommt ohne offene Flamme aus und automatisiert das Erhitzen. Es misst jedoch nicht, wie viel THC Sie inhalieren. Die folgenden Schritte beschreiben das bei Puffco übliche Befüllen vor dem Aufheizen. Maßgeblich bleibt die Anleitung Ihres konkreten Modells.
Schritt 1: Laden und vorbereiten. Verwenden Sie das vorgesehene Ladezubehör, prüfen Sie die Kammer und setzen Sie den Vaporizer nach Anleitung zusammen. Befüllen Sie einen abnehmbaren Wasseraufsatz separat, sofern vorhanden. Basis und elektronische Kammer müssen trocken bleiben. Ladezeit und Sessions pro Ladung hängen von Modell und Einstellungen ab. Zu unseren ursprünglichen Angaben von ungefähr 30 Peak-Pro-Sessions und 25 Bomb-Aerix-Sessions sind keine Testbedingungen verlinkt. Sie sind keine aktuellen Akkulaufzeit-Garantien.

Befüllen Sie die abgekühlte Kammer nach Anleitung. Die sichtbare Größe einer Portion belegt weder ihr Gewicht noch ihren THC-Gehalt.
Schritt 2: Die abgekühlte Kammer befüllen. Beachten Sie die vorgesehene Platzierung und maximale Befüllung. Kratzen Sie nicht an der Kammer und geben Sie kein Konzentrat in Luftöffnungen. Setzen Sie Kappe oder Mundstück vor dem Heizzyklus auf, wenn die Anleitung dies vorsieht.

Laut Pivot-Anleitung kommt das Konzentrat auf den Kammerboden. Anschließend wird das Mundstück vor dem Aufheizen geschlossen.
Schritt 3: Eine vorgesehene Einstellung wählen. Temperaturstufen und Einstellbereiche unterscheiden sich. Für den Bomb eRig Aerix nennt der Hersteller 93-371 °C (200-700 °F). Eine Schrittweite von 1 °F belegt keine entsprechende Temperaturgenauigkeit. Es gibt keine allgemeingültige Starteinstellung von 450 °F, die zu jedem Konzentrat und Heizsystem passt.
Schritt 4: Das Bereitschaftssignal abwarten. Beachten Sie die in der Anleitung beschriebenen Licht-, Vibrations- oder Displayanzeigen. Gehen Sie nicht davon aus, dass jedes eRig nach 5-10 Sekunden bereit ist. Heizen Sie auch nicht weiter, nur weil sich das Signal von einem anderen Modell unterscheidet.
Schritt 5: Sanft inhalieren. Halten Sie den Vaporizer wie vorgeschrieben aufrecht und ziehen Sie sanft am aufgesetzten Mundstück. Beim Puffco Peak Pro und Pivot empfiehlt Puffco ausdrücklich sanftes Inhalieren. Eine feste Zugdauer von 10-15 Sekunden ist nicht für jedes Modell oder jede Person erforderlich.

Schritt 6: Aufhören und die Wirkung abwarten. Die Wirkung kann innerhalb von Sekunden bis Minuten einsetzen. Laut Health Canada kann es aber bis zu 30 Minuten dauern, bis sie sich nach der Inhalation vollständig entfaltet. Weiterer Konsum davor kann unerwünschte Wirkungen verstärken. Beurteilen Sie das Ergebnis daher nicht allein nach den ersten Minuten.
Wenn Sie Ausstattung vergleichen möchten, behandeln unsere Konzentrat-Vaporizer-Rangliste und unser Kaufratgeber für Konzentrat-Vapes Mobilität, Bedienung und Pflege.
Beim Torch-Rig zählt Temperaturkontrolle, kein pauschaler Countdown
Ein Setup mit Brenner und Glas erfordert einen sorgfältigen Umgang mit offener Flamme und heißen Oberflächen. Arbeiten Sie auf einer stabilen, hitzebeständigen Unterlage, mit ausreichend Abstand zu brennbaren Materialien und Reinigungsalkohol. Die Anleitungen für Banger und Brenner bestimmen das Vorgehen beim Erhitzen.
Schritt 1: Das Rig vorbereiten. Verwenden Sie bei einem Wasser-Rig die vorgegebene Füllmenge und prüfen Sie vor dem Erhitzen, ob Wasser hochspritzt. Befüllen Sie kein ausschließlich trocken verwendbares Setup mit Wasser.
Schritt 2: Nur nach Anleitung erhitzen. Verwenden Sie einen passenden Banger und beachten Sie die Bedienungsanleitung des Brenners. Rotglühen ist keine Zieltemperatur. Erhitzen Sie niemals eine elektronische Kammer mit einem Brenner.

Das orange Glühen in dieser Illustration ist kein Bereitschaftssignal. Ein heißer Banger kann Haut verbrennen und muss nach Anleitung gehandhabt werden.
Schritt 3: Die Temperatur wie vorgeschrieben prüfen. Wandstärke, Form und Heizbedingungen beeinflussen die Abkühlung. Eine Wartezeit von 30-45 Sekunden garantiert keine Oberflächentemperatur von 400-500 °F. Verwenden Sie ein für die Oberfläche geeignetes Temperaturmessgerät und beachten Sie dessen Positionierungs- und Kalibrierhinweise. Eine Anzeige bedeutet nicht automatisch, dass die Quarzoberfläche genau gemessen wird.
Schritt 4: Konzentrat auftragen und passende Kappe aufsetzen. Verwenden Sie bei einem klassischen, vorgeheizten Bucket-Banger das Befüllwerkzeug und die Kappe nach Herstelleranleitung. Bei anderen Bauformen können Luftstromzubehör und Befüllstelle abweichen.
Schritt 5: Sanft ziehen, ohne einen langen Zug zu erzwingen. Hören Sie auf, wenn sich der Dampf unangenehm anfühlt. Kratziger Dampf oder Konzentratreste allein beweisen keine falsche Temperatur. Auch Füllmenge, Rückstände, Luftstrom und Produkt spielen eine Rolle.
Schritt 6: Rückstände nach Anleitung entfernen. Häufig gehört sanftes Auswischen mit einem trockenen Wattestäbchen bei noch warmer Oberfläche zur Pflege. Lassen Sie den Banger vor der Verwendung von Alkohol abkühlen. Verdampfen Sie Reinigungsalkohol niemals mit einer Flamme.
Beim Cold Start wird vor dem Erhitzen befüllt
Bei einem Cold Start kommt das Konzentrat in einen noch nicht erhitzten, dafür geeigneten Banger. Anschließend wird langsam Wärme zugeführt. Bear Quartz beschreibt diese Reihenfolge mit Blick auf Blasen- und Dampfbildung. Beachten Sie die Anleitung für den jeweiligen Banger und die Kappe.
Dadurch ändert sich die Reihenfolge beim Befüllen. Daraus folgt weder eine allgemeine Heizdauer von 10-15 Sekunden noch, dass keine Temperaturkontrolle mehr nötig wäre. Eine bessere Terpenerhaltung müsste durch einen Vergleich unter gleichen Bedingungen belegt werden, nicht allein durch die andere Reihenfolge.
Temperaturfarben und Zahlen hängen vom Modell ab

Die dokumentierten Pivot-Stufen sind Blau 260 °C (500 °F), Grün 271 °C (520 °F), Rot 282 °C (540 °F) und Weiß 307 °C (585 °F). Farben bilden keine allgemeingültige Temperaturskala.
Lesen Sie die Angaben zu Ihrem Modell. Die Pivot-Anleitung nennt die vier Stufen oben. Sie entsprechen nicht den pauschalen Farbbereichen von 315-600 °F aus unserer ursprünglichen Fassung. Außerdem verändert sich die Temperatur einer mit dem Brenner erhitzten Oberfläche während des Zugs. Sie ist nicht mit dem Sollwert einer elektronischen Steuerung gleichzusetzen.
Geschmacksvorlieben sind keine Sicherheitsgrenzen. Niedrigere Einstellungen erzeugen häufig weniger sichtbaren Dampf, höhere können sich kratziger anfühlen. Das sind praktische Tendenzen, keine Garantie für Terpenerhaltung, Extraktionseffizienz oder Sicherheit. Unsere ursprünglichen vier Temperaturbereiche waren redaktionelle Empfehlungen ohne beigefügte Vergleichsmessungen.
Eine belegte allgemeingültige Grenze gibt es hier nicht. Die Laborstudie von Meehan-Atrash und Kollegen aus dem Jahr 2017 wies schädliche Zersetzungsprodukte beim simulierten Dabben von Terpenen nach. Sie nutzte einen Keramik-Nail und kontrollierte maschinelle Züge. Sie war weder eine klinische Studie noch ein Test heutiger eRigs. Sie belegt nicht, dass sämtliche Terpene erst ab 500 °F zerfallen oder Einstellungen unter 600 °F harmlos sind. THC-Toleranz macht heißeres Aerosol nicht sicher.
Die Konsistenz beeinflusst das Befüllen, nicht die Eignung für Einsteiger

Die beiden Konsistenzen lassen sich unterschiedlich aufnehmen. Extraktart und Zusammensetzung entnehmen Sie dem Produktetikett.
Badder und Budder bezeichnen meist weiche Konsistenzen, die sich gut mit einem Werkzeug aufnehmen lassen. Wir finden diese Textur praktisch beim Befüllen. Sie macht ein hochkonzentriertes THC-Produkt aber weder zu einem risikoarmen Einsteigerprodukt noch garantiert sie gleichmäßiges Verdampfen.
Live Resin und Live Rosin beschreiben Herstellungsverfahren, keine einheitliche Konsistenz oder garantierte Rangfolge beim Terpengehalt. Live Resin wird mit Lösungsmitteln aus erntefrisch eingefrorenem Cannabis extrahiert. Live Rosin wird aus Hasch gepresst, das aus erntefrisch eingefrorenem Cannabis gewonnen wurde. Beispielsweise erhält Rosin Badder von 710 Labs durch Nachreifen eine festere Konsistenz. Keine der beiden Kategorien muss bei Raumtemperatur flüssig sein.
Shatter ist meist spröde oder glasartig. Klebrige oder brüchige Extrakte genau zu portionieren kann schwierig sein. Ihre Form verrät nicht, wie viel THC sie enthalten.
Diamonds and Sauce kombinieren üblicherweise Cannabinoidkristalle mit einem terpenreichen Anteil. Prüfen Sie Zusammensetzung und Verwendungszweck auf dem Etikett, statt von identischer Stärke oder Fließfähigkeit aller Produkte auszugehen.
Nach der Nutzung reinigen, Tiefenreinigung nach Modell
Rückstände können Geschmack und Leistung beeinträchtigen. Halten Sie sich an die Pflege- und Reinigungsanleitung des Herstellers, statt alle 3-5 Sessions als allgemeingültigen Abstand anzusehen.


Bei eRigs: Schalten Sie den Vape aus und lassen Sie ihn vor dem Zerlegen abkühlen. Der Peak-Pro-Support nennt ein 20-minütiges Kammerbad in Isopropylalkohol mit mindestens 90 % und verbietet ausdrücklich Wasser in der Kammer. Separat abspülbares Glas ist etwas anderes. Andere Modelle haben andere Vorgaben zum Einweichen und Trocknen. Auch beim Switch 2 müssen Einsatz, Glas und Dampfweg gereinigt werden.
Bei Quarz-Bangern: Entfernen Sie Rückstände vorsichtig nach Anleitung. Vermeiden Sie Überhitzen zum Abbrennen von Ablagerungen. Verwenden Sie Alkohol nur an abgekühlten, geeigneten Teilen und lassen Sie alles vollständig trocknen. Die ILO/WHO-Sicherheitskarte zu Isopropylalkohol beschreibt Flüssigkeit und Dampf als leicht entzündlich. Halten Sie Abstand zu Flammen, Funken und heißer Ausrüstung und sorgen Sie für ausreichende Belüftung.
Bei Wasserglas: Entleeren und reinigen Sie es separat nach Herstelleranleitung. Spülen und trocknen Sie es anschließend gründlich. Salz und scheuernde Reiniger sind nicht für jeden Glasaufsatz freigegeben. Halten Sie Spülwasser von elektronischer Basis und Kammer fern.
Unser eRig-Reinigungsratgeber unterscheidet elektronische Kammern, Glas, Basis und Induktionseinsätze einschließlich modellspezifischer Ausnahmen.
Fünf häufige Fehler vermeiden
1. Kratzigen Dampf als Herausforderung betrachten. Hören Sie auf, statt trotz Beschwerden weiterzuziehen. Prüfen Sie Temperatureinstellung, Füllmenge und Sauberkeit. Eine feste Temperatursenkung garantiert weder angenehmen noch harmlosen Dampf.
2. Eine Portion mit einer Dosis gleichsetzen. Ein reiskorngroßes Stück hat weder ein standardisiertes Gewicht noch eine feste THC-Menge. Prüfen Sie das Etikett und warten Sie die vollständige Wirkung ab, bevor Sie weiteren Konsum erwägen.
3. Zu stark ziehen. Beachten Sie die Zughinweise des jeweiligen Modells. Bei Puffco-Kammern hilft sanftes Inhalieren dabei, Konzentrat in der Kammer zu halten.
4. Die falsche Kappe oder Reihenfolge verwenden. Setzen Sie die vorgesehene Kappe oder das Mundstück zum angegebenen Zeitpunkt auf. Nicht jeder Nail benötigt dieselbe Kappe. Ohne Kappe geht auch nicht zwangsläufig der größte Teil eines Dabs verloren.
5. Alle Teile nach demselben Rezept reinigen. Wischen Sie geeignete Kammern nach Gebrauch trocken aus, beachten Sie den modellspezifischen Reinigungsplan und spülen Sie niemals eine elektronische Kammer mit Wasser, wenn der Hersteller dies untersagt.
